Schönheits-OPs

Zahnimplantate

Ein fehlender Zahn ist kein schöner Anblick. Die Lücke kann zwar durch eine Brücke geschlossen werden, dafür müssen jedoch die angrenzenden Zähne abgeschliffen werden. Eine ideale Lösung um den optischen Makel zu beheben, ist ein Implantat. Sie sind besonders stabil und beständig. Sie sind nicht gerade preiswert, aber sie geben dem Patienten das Gefühl eines "echten" Zahns. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer gesetzt werden und dort einwachsen. Auf diese Stifte werden die neuen Zähne aufgesetzt.

Zahnimplantate haben nicht nur einen ästhetischen Zweck, z.B. als Ersatz für einen fehlenden Zahn, sondern auch einen medizinischen. So werden sie häufig eingepflanzt, um Brücken und Prothesen mehr Halt zu geben.

Die künstlichen Zahnwurzeln werden heute fast nur noch aus Titan hergestellt. Das gewebefreundliche Material ist beständig und gut verträglich. Es gibt verschiedene Implantat-Typen. Meist werden zylinder- oder schraubenförmige Stifte eingesetzt. Bei guter Zahnpflege und -gesundheit kann das Implantat bis zu zwei Jahrzehnte halten. Allerdings ist auch die künstliche Wurzel nicht vor Parodontose (Zahnfleischschwund) und damit verbundenen Ausfall gefeit.

Voraussetzungen

Der Patient sollte mindestens 16. Jahre alt sein. Dann kann man davon ausgehen, dass der Kiefer ausgewachsen ist und sich nicht mehr verändert. Auch Erwachsene müssen eine ausreichende Kieferknochenqualität vorweisen. Diese kann der Arzt anhand von Röntgenaufnahmen erkennen.

Vorhandene Knochendefekte können unter Umständen behoben werden, z.B. durch einen Knochenaufbau. Bei bestimmten Krankheiten sollte auf eine Implantation verzichtet bzw. mit dem betreuenden Arzt abgeklärt werden. Dazu gehören:

  • Immunschwäche
  • Diabetes
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Infektionen und Tumore im Mundraum
  • Zahnfleischerkrankungen
  • schlechte Mundhygiene
  • Chemotherapie und Bestrahlung

Der Eingriff

Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung und dauert pro Zahn etwa zwischen 30 und 90 Minuten. Für die Wurzelimplantation muss zunächst die Schleimhaut aufgeschnitten und zur Seite geklappt werden. In den freigelegten Kieferknochen bohrt der Arzt ein Loch und setzt bzw. schraubt die künstliche Zahnwurzel ein. Die Schleimhaut wird anschließend vernäht.

Der Patient erhält, bis das Implantat eingewachsen ist, ein Zahnprovisorium. Die Einheilungszeit eines Implantats im Oberkiefer beträgt etwa sechs, im Unterkiefer etwa drei Monate. Erst dann ist der Titanstift fest im Kiefer verankert. Das Provisorium kann jetzt durch eine feste Krone ersetzt werden.

Mögliche Komplikationen

Der Patient muss unbedingt auf eine regelmäßige und gute Mundhygiene achten. Sonst besteht die Gefahr, dass Bakterien lokale Infektionen hervorrufen. Schlimmstenfalls muss das Implantat dann wieder entfernt werden. Bei Oberkieferimplantaten besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich Kieferentzündungen bilden.

Eine Überlastung der künstlichen Wurzel kann Schmerzen verursachen. Es treten eventuell Taubheitsgefühle auf, wenn während der OP ein Nerv verletzt wurde. Manchmal kommt es zu Wundheilungsstörungen, z.B. aufgrund von Durchblutungsstörungen. Raucher sind hier besonders gefährdet. Wenn möglich, sollte man auf den Nikotingenuss verzichten, bis die Wunde abgeheilt ist.

Kosten

Krankenkassen zahlen keine Zahnimplantate. Aber unter Umständen beteiligen sie sich an den Kosten für die aufgesetzten Kronen, Brücken oder Prothesen. Es ist ratsam, sich vor einem Eingriff bei seiner Kasse über mögliche Zuschüsse zu informieren.

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie teuer der Eingriff ist. Das ist immer abhängig vom Umfang der OP. Die Kosten für ein Zahnimplantat in Deutschland liegen etwa zwischen 800 und 3000 Euro.

(CI) 13.02.2005

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