Impfungen

Windpocken-Schutzimpfung

Die Windpocken gehören zu den hoch ansteckenden Infektionskrankheiten. Diese am stärksten verbreitete Kinderkrankheit kommt weltweit vor. Charakteristisch für das Krankheitsbild sind stark juckende Bläschen, die später nässen und verkrusten. Im Normalfall ist die Krankheit durch den starken Juckreiz unangenehm, der Verlauf aber harmlos und ohne Folgeschäden.

Allerdings hat eine Untersuchung ergeben, dass bei jedem 10. Kind, das einen Schlaganfall erleidet (jährlich mehrere 100 Fälle), Windpocken der Auslöser sind. Auch bei Erwachsenen und Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, kann es zu Komplikationen wie Lungen-, Leber-, Mittelohr- und Hirnhautentzündung kommen.

Während der Schwangerschaft sind Windpocken gefährlich für das ungeborene Kind - eine Infektion im Mutterleib kann zu schweren Fehlbildungen führen. Ist die Mutter während der Geburt infiziert, können Windpocken für das Baby zu einer lebensgefährlichen Infektion werden, die sogar zum Tod führen kann.

Die Grundimmunisierung wird gemeinsam mit den Kinderkrankheiten Mumps, Masern, Diphtherie, Tetanus etc. verabreicht. Es ist nur eine Impfung notwendig, wenn vor dem 13. Lebensjahr geimpft wurde. Danach sind zwei Impfungen nötig.

Der Windpocken-Impfstoff (Spritze) besteht aus abgeschwächten, lebenden Viren. Das Immunsystem vernichtet den Erreger langsam und wird dadurch immun gegen die Krankheit.

Die Windpocken-Impfung wird seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle empfohlen, ist aber eine sehr umstrittene Impfung, da die Krankheit relativ harmlos verläuft und die Nebenwirkungen laut Beipackzettel sehr umfangreich sind.

Maximale Schutzzeit: nicht 100%ig, die Viren können als Gürtelrose wieder aktiv werden
Übliche Impfreaktionen: Laut Beipackzettel: Ausschlag, Reizbarkeit, Atemwegsinfekt
Gelegentlich: Weinen, Schlafstörungen, Asthenie/Müdigkeit, Konjunktivitis, Otitis, gastrointest. Beschwerden, Pruritus, Hyperpigmentierung
Selten: Herpes simplex, Lymphadenopathie, Thrombozytopenie, Apathie, Unruhe, Ataxie, Krämpfe mit und ohne Fieber, Tremor, Lidödem, Ohrenschmerzen, Extravasation, Ulcera in der Mundhöhle, abnorme Veränderung der Lippen
Sehr selten: Herpes zoster, Guillain-Barré-Syndrom, transverse Myelitis, Bell'sche Lähmung, Schwindel/Benommenheit, Parästhesie, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema exsudativum multiforme, Schönlein-Henoch-Purpura
Wichtig: Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!).
Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden.

(CI) 13.02.2005

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