Impfungen

Typhus-Schutzimpfung

Typhus wird durch Bakterien (Salmonellen) übertragen und kommt heute hauptsächlich in Südostasien, im Mittleren Osten sowie in Afrika, Mittel- und Südamerika vor. Weltweit erkranken laut WHO jährlich mehr als 16 Millionen Menschen, 600 000 sterben. Am häufigsten trifft es Kinder. Der Grund sind wie bei der Cholera mangelnde hygienische Verhältnisse.

Es gibt zwei verschiedene Impfmöglichkeiten: die Spritze oder eine Schluckimpfung.

Die Schluckimpfung besteht aus abgeschwächten lebenden Typhus-Bakterien. Die Impfung durch die Spritze besteht aus Teilen der Typhus-Bakterien. Beide können die Krankheit nicht auslösen. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren. Infiziert man sich mit echten Typhus-Bakterien, bekämpfen die Antikörper die echten Erreger.

Nachteil der Schluckimpfung: Die Dosis kann nicht auf einmal genommen werden. Und sie verliert an Wirkung, wenn gleichzeitig Malaria-Prophylaxe genommen wird.

Die Wirkung des Impfstoffes setzt nach 7 bis 14 Tagen ein.

Maximale Schutzzeit: 1 bis 3 Jahre
Übliche Impfreaktionen: a) Bei oraler Impfung:
Keine Impfschäden bekannt
b) Bei parenteraler Impfung:
Wenige Tage anhaltende Lokalreaktion, regionanle Lymphknotenschwellung, gelegentlich Fieber, Durchfall, Übelkeit, meist etwas ausgeprägter; Exantheme kommen häufiger vor
Wichtig: Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!).
Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden.

(CI) 13.02.2005

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