Impfungen
Tollwut-Schutzimpfung
Die Krankheit beginnt mit Kopfschmerzen und Fieber, dann bekommt der Infizierte panische Angst vor Wasser, selbst vorm eigenen Speichel. Dann kommen Krämpfe und Lähmungen hinzu. Der Patient fällt ins Koma und nach ca. 7 Tagen tritt der Tod durch Atemlähmung ein.
Alle Personen, die mit Tieren zu tun haben (Tierärzte, Tierpfleger, Förster, Schlachter, Laborpersonal etc.) sollten geimpft sein. In den Tropen und Subtropen gelten alle Tiere als tollwutverdächtig. Daher gilt für solche Urlaubsländer: Finger weg von Katzen und Hunden.
Impfpflicht besteht, sobald jemand von einem tollwutverdächtigen Tier verletzt wurde, auch wenn es nur ein minimaler Kratzer ist, der nicht blutet.
Der Impfstoff (Spritze) besteht aus abgetöteten Tollwut-Viren. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper). Infiziert man sich mit echten Tollwut-Viren, bekämpfen die Antikörper die echten Erreger. Nach einem Biss/einer Verletzung durch ein tollwutverdächtiges Tier wird zusätzlich zu der Schutzimpfung ein passiver Impfstoff gespritzt. Er enthält fertige Antikörper, welche die Erreger sofort abfangen.
Für einen vollständigen Impfschutz sind 3 Impfungen notwendig. Zwei Wochen nach der 3. Impfung besteht bereits ein ordentlicher Schutz gegen die Viren. Nach einer akuten Infizierung (Biss, Verletzung) wird 6 Mal geimpft und einmal der passive Impfstoff. Meist wird gleichzeitig auch Tetanus gespritzt, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Schutz ausreichend ist.
| Maximale Schutzzeit: | 2 bis 5 Jahre, Schutz sehr zuverlässig |
| Übliche Impfreaktionen: | Neben Lokalreaktionen erhöhte Temperatur, stärkere Allgemeinerscheinungen, Abgeschlagenheit, gelegentlich Gelenkbeschwerden |
| Wichtig: | Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!). Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden. |
(CI) 13.02.2005

