Impfungen
Masern-Schutzimpfung
Bei bis zu 6 Prozent der Patienten kommt es zur Lungenentzündung, die auch für viele Todesfälle bei Masern verantwortlich ist. Ebenso kann es zu einer Masern-Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) kommen, deren Ausgang auch tödlich sein kann. Übersteht der Patient diese Komplikation, bleiben oft Schäden zurück.
Die Grundimmunisierung wird gemeinsam mit den anderen Kinderkrankheiten Mumps, Diphtherie, Tetanus etc. verabreicht.
Erwachsene, die in masernverseuchte Länder reisen und nicht geimpft sind, sollten sich vorher den Impfschutz verabreichen lassen. Wenn ungeimpfte Personen mit Kranken in Kontakt kommen, hilft auch noch bis zu 3 Tage nach dem Kontakt eine Schutzimpfung.
Der Impfstoff (Spritze) besteht aus abgeschwächten Masern-Viren. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren. Infiziert man sich mit echten Masern-Viren, bekämpfen die Antikörper die echten Erreger.
Die Masern-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versucht derzeit, die Krankheit über ein weltweites Programm auszurotten.
| Maximale Schutzzeit: | lebenslang, aber nicht 100prozentig |
| Übliche Impfreaktionen: |
mit Lebendimpfstoff: Ab 7. Tag gelegentlich das Bild der Impfmasern (milde Imitation der Krankheit), bis zu 3 Tage anhaltend, ohne Infektionsgefährdung der Umgebung |
| Wichtig: | Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!). Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden. |
(CI) 13.02.2005

