Impfungen

Keuchhusten-Schutzimpfung (Pertussis)

Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien (Bordetella pertussis) verursacht wird. Sie setzen ein Gift (Pertussis-Toxin) frei und verursachen die Beschwerden. Die Kinderkrankheit ist hochgradig ansteckend und verläuft im Regelfall normal.

Wenn die Krankheit zu spät erkannt wird, kann sie lebensgefährlich werden und für Babys tödlich enden. Die Ursachen beim tödlichen Verlauf sind Atemstillstand und Lungenentzündungen. Und leider gibt es, wenn die Krankheit überstanden ist, keine lebenslange Immunität wie bei anderen Infektionskrankheiten.

Die Grundimmunisierung wird gemeinsam mit den anderen Kinderkrankheiten Mumps, Diphterie, Tetanus etc. verabreicht.

Der Impfstoff (Spritze) besteht aus Teilen des Pertussis-Virus. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren. Infiziert man sich mit echten Pertussis-Viren, bekämpfen die Antikörper die echten Erreger.

Die Keuchhusten-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kleinkinder empfohlen (siehe Impfkalender).

Maximale Schutzzeit: lebenslang (wenn alle empfohlenen Impfungen durchgeführt wurden)
Übliche Impfreaktionen: a) Vollbakterienimpfstoff:
Häufig Lokalreaktionen mit Schwellung der regionalen Lymphknoten, Temperaturerhöhung zwischen 1. und 3. Tag; Inappetenz, Erbrechen, außerdem sehr selten innerhalb weniger Stunden nach der Injektion schockähnliche Zustände
b) Azelluläre Impfstoffe:
Wie bei Vollbakterienimpfstoff, aber seltener
Wichtig: Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!).
Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden.

(CI) 13.02.2005

Anzeige