Impfungen

Hepatitis-B-Schutzimpfung

Hepatitis B ist eine der verschiedenen Formen von Gelbsucht. Die Infektionskrankheit wird durch das Hepaptitis-B-Virus (HBV) ausgelöst. Durch mangelnde Hygiene gelangt der Virus über mit Kot verunreinigte Lebensmittel oder Wasser in den Körper. Hepatitis B ist wesentlich ansteckender als AIDS. Mikroskopisch kleine Verletzungen und das Benutzen der Zahnbürste eines Infizierten reichen, um die Krankheit zu übertragen.

Es gibt Schutzimpfungen gegen Hepatitis A und B, nicht aber gegen Hepatitis C.

Der aktive Impfstoff (Spritze) besteht aus Teilen des Hepatitis-Virus, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren. Infiziert man sich mit echten Hepatitis-B-Viren, bekämpfen die Antikörper die echten Erreger. Der Ausbruch der Krankheit wird so verhindert. Kinder dürfen erst mit einem Jahr die aktive Impfung erhalten.

Für einen Langzeitschutz sind 3 Impfungen erforderlich (meist gemeinsam mit Hepatitis A oder Typhus). Die zweite Impfung erfolgt nach einem, die dritte nach sechs Monaten. Die Grundimmunisierung findet im Normalfall im Säuglingsalter statt.

Die Hepatitis-B-Schutzimpfung wird seit 1995 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge, Kinder und Jugendlichen empfohlen (siehe Impfkalender).

Weiterhin für Personen

  • Die ständig mit Infizierten in Kontakt kommen können (Krankenhauspersonal, Familie, etc.)
  • ständig wechselnde Sexualpartner haben
  • Reisende, die in ein Seuchengebiet fahren
  • HIV-Positive ohne Antikörperschutz
  • Chronisch Leberkranke
  • Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten (Kindergärten, Schulen, Gefängnis, Polizei, etc.)
Maximale Schutzzeit: 10 Jahre (96prozentig sicher)
Übliche Impfreaktionen: Lokalreaktion, geringe Allgemeinbeschwerden, gelegentlich leichter Temperaturanstieg
Wichtig: Person sollte bei der Impfung ganz gesund sein (auch keine Erkältungen!).
Allergien müssen dem Arzt vor der Impfung mitgeteilt oder geklärt werden, um eventuell einen geeigneteren Impfstoff zu finden.

(CI) 13.02.2005

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