Schönheits-OPs

Haartransplantation

Sie sind im Waschbecken, im Kamm, in der Dusche - nur nicht mehr auf dem Kopf. Die männliche Haartracht verschwindet auf nimmer Wiedersehen. Selbst eine raffinierte Frisur kann die kommende Glatze nicht mehr verbergen. Die meisten Männer werden jetzt panisch. Denn nicht jeder Durchschnittstyp sieht mit wenig Haaren auf dem Kopf so gut aus wie Bruce Willis.

Die häufigste Ursache für die schwindende Pracht liegt in der Familie. Haarausfall ist erblich bedingt und wird als androgene Alopezie bezeichnet. Wer die Glatze als kosmetisch störend empfindet, kann mit einer Eigenhaartransplantation das verloren gegangene Haarkleid ersetzen. Das ist allerdings nicht möglich, wenn eine Erkrankung der Auslöser ist, wie z.b. der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata).

Der Eingriff

Eine Haartransplantation ist eine Umverteilung der noch bestehenden gesunden Kopfhaare. Diese werden auf die kahlen Stellen eingepflanzt und wachsen dort weiter. Die genetischen Erbinformationen werden mitverpflanzt. Eine Sitzung reicht meist nicht aus, man kann nur eine begrenzte Anzahl Haare (Grafts) pro Eingriff verpflanzen. Auf einen vollen Haarschopf wie zu Teenager-Zeiten kann man allerdings nicht mehr hoffen. Denn die Transplantation lässt nur eine "Auffüllung" zu, nicht eine komplette "Wiederherstellung".

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und ist für den Patienten weitgehend schmerzlos. Vollnarkose und Krankenhausaufenthalt sind nicht notwendig. Die Transplantation von circa 1000 bis 2000 Haaren dauert etwa zwischen drei bis fünf Stunden. Nach dem Eingriff wird für ein bis zwei Tage ein Druckverband angelegt. Später wird die beanspruchte Kopfhaut gereinigt, eine weitere Behandlung ist nicht nötig.

Gegen Schmerzen, die eher selten vorkommen, werden Medikamente verabreicht. Möglicherweise treten Schwellungen auf, diese klingen aber schnell wieder ab. Nach einigen Wochen fallen die transplantierten Haare größtenteils wieder aus. Doch keine Panik, 80 bis 90 Prozent dieser Haare wachsen wieder nach. Die verpflanzten Haarwurzeln enthalten ja das gesunde Erbgut und produzieren bald wieder neues eigenes Haar. Nach circa drei bis vier Monaten kann man dann eventuell einen neuen Eingriff vornehmen. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa acht bis 18 Monaten.

Kosten

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie teuer eine Haartransplantation ist. Das ist immer abhängig davon, wie viele Haare verpflanzt werden. In Deutschland kann das Auffüllen von Geheimratsecken (ca. 400 Grafts) etwa zwischen 1500 und 2000 Euro kosten. Die Preise für größere Flächen liegen circa zwischen 3000 und 5000 Euro.

(CI) 13.02.2005

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