Schönheits-OPs
Faltenkorrekturen
Der Patient
Die Eingriffe sind ideal für alle, die sich eine prallere Haut und weniger Falten wünschen - ganz ohne OP.
Psyche
Manche Patienten versprechen sich zuviel von der Faltenkorrektur. Die Eingriffe können keine Wunder vollbringen. Eine 50-jährige Frau wird danach sicher nicht die pralle Gesichtshaut einer 18-Jährigen haben. Die Beschaffenheit der Haut setzt dem ästhetischen Erfolg bestimmte Grenzen. Zudem ist auch der Straffungserfolg zeitlich begrenzt. Der ideale Patient möchte nur ein frischeres Erscheinungsbild, das seinem Typ, Aussehen und Lebensgefühl entspricht.
Voraussetzungen
Es sollte zuvor sicher gestellt werden, dass der Patient nicht allergisch auf verwendete Fremdsubstanzen reagiert (z. B. auf Kollagen).
Der Eingriff
Den ungeliebten Falten kann man auf verschiedene Art und Weise unblutig zu Leibe rücken. Die Eingriffe dauern nur ein paar Minuten, maximal eine halbe Stunde. Ein Piks, und schon sieht man jünger und frischer aus. In der Regel ist man sofort wieder "gesellschaftsfähig". Eventuell auftretende Schwellungen und Rötungen klingen innerhalb von zwei Tagen ab. Infektionen sind möglich, aber selten.
Unterspritzungen und Implantate sollten nicht von Kosmetikerinnen vorgenommen werden. Gehen Sie bei Ihrer Gesundheit kein Risiko ein, und begeben Sie sich in die erfahrenen Hände eines Arztes.
Botox (Botulinumtoxin A)
Das bakterielle Nervengift ist zur Zeit ein angesagter Schnellschönmacher. Das Gift blockiert einen Botenstoff, der Signale von den Nerven zu den Muskelzellen transportiert. Dadurch können gezielt bestimmte Muskelbereiche ausgeschaltet werden. Erfolgreich ist Botox vor allem bei Mimikfalten, wie z. B. Zornesfalten auf der Stirn oder Krähenfüße an den Augen. Einige lassen sich das Nervengift sogar präventiv spritzen, damit Mimikfalten erst gar nicht entstehen. Das Botulinumtoxin A wird hochverdünnt unter die Haut injiziert. Die Wirkung tritt nach ein paar Tagen ein und hält etwa drei bis sechs Monate. Dann hat es sich abgebaut und kann gegebenenfalls neu gespritzt werden.
Was ist zu beachten
Wer sich auf Botox einlässt, muss auch eine eingeschränkte Mimik in Kauf nehmen. Komplikationen sind eher selten. Allerdings können falsch gesetzte Spritzen eine unschöne Wirkung haben - ein hängendes Oberlid ist nicht sonderlich attraktiv. Aber nach etwa sechs Monaten ist wieder alles beim Alten.
Populär sind zur Zeit sogenannte "Botox-Partys" oder "Botox to go". Da kann man sich dann mal eben in der Mittagspause oder in gemütlicher Kaffeekränzchen-Atmosphäre die Stirn glätten lassen. Die fachliche Qualifikation und die hygienischen Konditionen sind dabei - wenn die Party nicht in einer Beauty-Klinik stattfindet - fragwürdig.
Kosten
Abhängig vom Umfang etwa zwischen 100 und 500 Euro.
Eigenfett
Um Falten loszuwerden, muss man zunächst ein paar Fettpolster "spenden". Das Eigenfett wird zuvor aus Po, Bauch, Hüfte oder Oberschenkel abgesaugt. Das Fettgewebe wird dann aufbereitet und idealer Weise direkt in die Problemzonen injiziert. Es kann aber auch bis zu einem Jahr eingefroren werden. Geeignet ist die Methode vor allem für tiefere Falten um Mund und Nase sowie zur Unterfütterung von erschlafften Wangen. Abhängig von der Hautbeschaffenheit hält das kosmetische Ergebnis etwa sechs Monate, unter Umständen sogar mehrere Jahre.
Was ist zu beachten
Allergische Reaktionen gibt es bei dem körpereigenen Füllmaterial nicht. Allerdings kann das Fett im Gesicht klumpen.
Kosten
Abhängig vom Umfang etwa zwischen 400 und 1000 Euro.
Kollagen
Hier ist das Füllmaterial ein Eiweißstoff, der meist aus Rinderhaut hergestellt wird. Das Kollagen wird vor der Unterspritzung sorgfältig kontrolliert (BSE frei), vorbehandelt und gereinigt. Es kann dick- oder dünnflüssiges Kollagen gespritzt werden. Es eignet sich besonders zur Glättung von Krähenfüßen und Unterfütterung von Wangenpartien. Die Wirkung hält etwa fünf bis acht Monate an.
Was ist zu beachten
Da die verwendete Füllsubstanz ein Fremdmaterial ist, besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion. Deshalb ist es ratsam, vor jedem(!) Eingriff die Verträglichkeit zu überprüfen.
Kosten
Abhängig vom Umfang etwa zwischen 200 und 500 Euro.
Polymilchsäure
Das Polymilchsäure-Gel wird unter die Haut gespritzt. Das natürliche Implantat hat zwei Wirkungen: Es glättet die Haut und regt den Körper an, Kollagenfasern zu bilden. Dadurch wird die Haut glatter und praller. Der Effekt tritt nicht sofort, sondern erst nach etwa drei bis fünf Wochen ein. Die Faltenminderung kann etwa sechs bis 20 Monate anhalten.
Was ist zu beachten
Da Polymilchsäure auch in unserem Bindegewebe vorkommt, ist es besonders verträglich und löst keine Allergien aus.
Kosten
Abhängig vom Umfang etwa zwischen 300 und 800 Euro.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz. Die Molekühle können gitternetzartig unter die Haut gespritzt werden. Der Füllstoff bindet die Feuchtigkeit und regt das Bindegewebe an. Das Ergebnis zeigt eine prallere Haut und verfeinerte Poren. Alternativ kann auch ein Hyaluron-Gel-Implantat gespritzt werden. Der Füller polstert Falten und Fältchen auf. Das kosmetische Ergebnis hält bei beiden Verfahren etwa sechs Monate, unter Umständen sogar bis zu einem Jahr.
Was ist zu beachten
Hyaluronsäure ist gut verträglich. Kurzfristig können Rötungen und Schwellungen auftreten, eventuell auch kleinere Blutergüsse an den Einstichstellen. Für etwa zwei Wochen sollte man auf Saunabesuche und Sonnenbaden verzichten.
Kosten
Abhängig vom Umfang etwa zwischen 200 und 1000 Euro.
(CI) 13.02.2005

