Schönheits-OPs

Bruststraffung (Mastopexie)

Dass die weibliche Brust im Laufe der Zeit an Festigkeit verliert, ist ganz normal. Die Haut hängt, und die Brustwarze sinkt ab. Doch in einigen Fällen kann diese Erschlaffung bereits sehr früh auftreten (z. B. bei einer großen Brust) oder besonders stark ausgeprägt sein. Neben dem natürlichen Alterungsprozess können Schwangerschaft, Gewichtsabnahme, Bindegewebsschwäche oder Erbfaktoren das jugendliche Aussehen des Busens beeinträchtigen.

Für die Betroffenen ist eine erschlaffte Brust eine enorme seelische Belastung. Eine operative Bruststraffung bedeutet für diese Frauen ein Gewinn an Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Bei dem Eingriff wird der erschlaffte, überschüssige Hautanteil entfernt, Gewebe gestrafft und die Brustposition korrigiert. Unter Umständen kann verlorenes Volumen durch ein Brustimplantat ersetzt werden.

Der Patient

Eine hängende Brust empfinden viele Frauen als Verlust ihrer Attraktivität und Weiblichkeit. Das Gefühl nicht begehrenswert zu sein, wirkt sich unter Umständen auch negativ auf Beziehung und Liebesleben aus.

Psyche

Manche Frauen versprechen sich zuviel von der Bruststraffung. Doch das Brustlifting kann keine Wunder vollbringen. Eine 50-jährige Frau wird nach dem Eingriff sicher nicht den Busen einer 18-Jährigen haben. Die Beschaffenheit von Haut und Brustgewebe setzen dem ästhetischen Erfolg Grenzen.

Zudem ist auch der Straffungserfolg zeitlich begrenzt. Schwerkraft, Schwangerschaften und Gewichtsveränderungen belasten auch weiterhin die Festigkeit der Brüste. Die ideale Patientin möchte nur eine Harmonisierung des Erscheinungsbildes und hat sich den Eingriff gut überlegt. Sie wünscht sich keinen Wunderbusen, sondern eine straffere Brust, die ihrem Typ, Aussehen und Lebensgefühl entspricht.

Voraussetzungen

Nur eine "ausgewachsene" Brust darf operiert werden. Das heißt, die Patientin sollte ihr Wachstum abgeschlossen haben. Vor dem 18. Lebensjahr ist solch ein Eingriff nicht ratsam. Minderjährige, falls überhaupt betroffen, benötigen das Einverständnis der Eltern.

Frauen mit baldigem Kinderwunsch sollten den Eingriff überdenken. Durch Schwangerschaft und Stillen kann das kosmetische Ergebnis beeinflusst werden. Das Gleiche gilt für eine geplante Gewichtsreduktion.

Der Eingriff

Wie bei allen Brust-OPs wird auch bei der Bruststraffung darauf geachtet, dass möglichst kleine, kaum sichtbare Narben zurückbleiben. Bei stark hängenden Brüsten muss allerdings viel Haut entfernt werden, was wiederum längere Schnitte erforderlich macht. Abhängig von dem Erschlaffungsgrad und der Brustgröße gibt es unterschiedliche Schnittführungen. Häufig eingesetzte Techniken sind die Klassische Mastopexie und die periareöläre (konzentrische) Mastopexie.

Klassische Mastopexie:

Dieser Eingriff wird hauptsächlich bei größeren und stark erschlafften Brüsten vorgenommen. Der Schnitt verläuft ankerförmig. Er geht um die Brustwarzen herum, verläuft dann senkrecht nach unten, um schließlich horizontal in der Unterbrustfalte zu enden. Erschlafftes Haut- und Brustgewebe wird entnommen, die Brust angehoben und die Brustwarze neu positioniert.

Periareöläre Mastopexie:

Kleine und nur leicht hängende Brüste werden meist mit dieser schnittarmen Technik gestrafft. Der Chirurg scheidet oval um die Brustwarze herum. Erschlaffte Haut wird herausgeschnitten. Wenn nötig, wird auch seitlich Brusthaut entfernt und die Brustdrüse neu geformt. Schließlich wird die geliftete Haut wieder an der Brustwarze angenäht.

Vor der OP

Vor dem Eingriff stehen einige Untersuchungen an. Der Arzt muss sicher stellen, dass die Patientin op- und narkosefähig ist. Neben den Untersuchungen ist die Krankengeschichte (Anamnese) entscheidend für die Patientenbeurteilung. Der Arzt muss über akute und chronische Erkrankungen, Unfälle und regelmäßige Medikamenteneinnahmen informiert werden.

Darauf sollten Sie vor dem Eingriff achten:

  • Zehn bis 14 Tage vor der OP dürfen Sie keine blutverdünnenden Medikamente einnehmen (z. B. Aspirin).
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente benötigen, dürfen Sie diese nur nach Absprache mit dem betreuenden Arzt absetzen.
  • Zum Zeitpunkt des Eingriffs sollten Sie an keiner Infektion (z. B. eine fieberhafte Erkältung) leiden.
  • Etwa zwei bis vier Wochen vor der Brustoperation ist es ratsam, Alkohol- und Nikotingenuss einzustellen (erhöhte Infektionsgefahr).
  • Kurz vor der OP sollten keine Impfungen durchgeführt werden.

Nach der OP

Der Eingriff wird meist unter Vollnarkose durchgeführt. Die Patientin kann, sofern keine Komplikationen auftreten, die Klinik noch am selben, spätestens am nächsten Tag wieder verlassen. Bei auftretenden Schmerzen verordnet der Arzt ein entsprechendes Mittel. Viele Patientinnen sind bereits nach ein bis zwei Wochen wieder arbeitsfähig.

Darauf sollten Sie nach dem Eingriff achten:

  • Für mindestens 24 Stunden, manchmal auch ein paar Tage, wird der Busen von einem Kompressionsverband gestützt. Anschließend wird dieser durch einen gutsitzenden BH (z. B. Sport-BH) oder OP-BH ersetzt. Dieser muss mindestens drei, besser sechs Wochen rund um die Uhr getragen werden.
  • Die Schnitte werden noch ca. vier Wochen mit einem speziellen Pflaster geschützt.
  • Schwellungen und Blutergüsse sollten innerhalb von sechs Wochen verschwinden.
  • Belasten Sie in den ersten beiden Monaten den Busen so wenig wie möglich (kein Sport etc.), sonst wird die Wundheilung beeinträchtigt. Schlafen Sie, wenn möglich auf dem Rücken, auf keinen Fall auf dem Bauch.
  • Bis zu etwa sechs Wochen nach dem Eingriff sollten Sie auf UV-Bestrahlung (Sonne, Solarium) und Saunabesuche verzichten. Später ist es ratsam, die Narben mit einem Sunblocker zu schützen.
  • Pflegen Sie Ihre Brüste nach ärztlicher Anweisung (Narbenpflege).
  • Bis etwa 14 Tage nach der OP sollten Sie die Finger von Nikotin und Alkohol lassen. Die Gifte erhöhen das Infektionsrisiko.
  • Nehmen Sie die Nachbehandlungstermine wahr.

Mögliche Komplikationen

Keine OP ist ohne Risiken. Das gilt auch für die Bruststraffung. Doch lebensgefährliche Komplikationen sind die Ausnahme. Möglich hingegen sind Schwellungen, Blutergüsse, Nachblutungen, gestörte Wundheilung oder Narbenwucherungen (Keloidbildung).

Um einer Infektion vorzubeugen, erhält die Patientin meist ein Antibiotikum, das sie über mehrere Tage einnehmen muss. Unter Umständen kommt es vorübergehend zu Sensibilisierungsstörungen in den Brustwarzen. Abgesehen von medizinischen Komplikationen, können auch ästhetische Probleme auftreten. Denn nicht immer entspricht das Ergebnis den Vorstellungen der Patientin.

Kosten

Da es sich bei der Bruststraffung um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, beteiligen sich die Krankenkassen nicht an den Kosten.

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie teuer eine Brustvergrößerung ist. Das ist immer abhängig vom Umfang der OP. In Deutschland kann der Eingriff etwa zwischen 4000 und 7000 Euro kosten. Die Patientin muss sich vor einer OP umfassend über die möglichen Risiken informieren. Der Arzt sollte nach seiner Qualifikation und nicht nach seinen Preisen ausgewählt werden.

(CI) 13.02.2005

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