Schönheits-OPs

Bleaching (Zahnaufhellung)

Ein blendendes Lächeln möchte jeder haben. Doch die meisten haben es nicht. Nikotin, Kaffee und andere Lebensmittel sorgen für eine unschöne Verfärbung der Zahnoberfläche. Wer graugelb gegen strahlendweiß eintauschen möchte, kann sich einem professionellen Bleaching unterziehen. Es gibt verschiedene Aufhell-Verfahren. Einige haben nur eine vorrübergehende Wirkung, andere hingegen erhalten den Bleicheffekt über mehrere Jahre.

Gut zu wissen

Nicht jeder, der gerne schneeweiße Zähne hätte, ist für das Bleaching geeignet. Voraussetzung sind intakte Zähne. Denn dringt das Bleichmittel durch Löcher (Karies), undichte Füllungen oder Zahnrisse ein, sind Schäden an Zahn und Nerv möglich.

Zum Zeitpunkt des Bleichens sollte auch der Mundraum gesund sein (z.B. keine Zahnfleischentzündungen). Füllungen und Kronen werden übrigens nicht mitgebleicht. Da es sich bei allen Verfahren um rein zahnästhetische Behandlungen handelt, beteiligen sich die Kassen nicht an den Kosten.

Mögliche Nebenwirkungen: Bei einigen Patienten ruft das Bleaching kurzzeitige Schleimhaut- und Zahnfleischreizungen hervor. Vorrübergehend können die Zähne sensibel auf extreme Temperaturunterschiede reagieren (Kälte- und Wärmeüberempfindlichkeit).

Aufhell-Verfahren

Ohne Chemie geht beim Bleaching gar nichts, denn Zahnverfärbungen sind hartnäckig. Nur mit starken Wirkungsstoffen lässt sich ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Relativ "sanft" sind sogenannte reduktionsbleichende Verfahren. Hierbei wird der Zahnoberfläche mit Hilfe von Schwefelverbindungen der Sauerstoff entzogen. Dadurch werden die Verfärbungen und damit auch die Zähne heller. Da sich Sauerstoffkontakte aber nun mal nicht vermeiden lassen, ist das Bleichergebnis nur von kurzer Dauer.
Wer sein strahlendes Lächeln länger behalten möchte (etwa drei bis fünf Jahre), sollte sich für ein professionelles Bleaching mit Wasserstoffperoxyd entscheiden:

Office Bleaching

Bei diesem Verfahren wird das Bleichen in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Dafür benötigt der Zahnarzt einen Ober- und Unterkieferabdruck. Daraus wird ein Gipsmodell geformt, das zur Anfertigung von individuellen Zahnschienen notwendig ist. Diese transparenten Kunststoffschienen werden mit Wasserstoffperoxydhaltigem Gel gefüllt und über die Zähne gestülpt. Die Schienen müssen zwischen 30 und 60 Minuten getragen werden. Abhängig vom Wasserstoffperoxydgehalt und dem Grad der Zahnverfärbung ist das gewünschte Aufhellergebnis nach etwa ein bis vier Sitzungen erreicht.

Eine Variation des Office-Bleaching ist das Powerbleaching. Dabei wird der Bleichvorgang mit Licht und Wärme intensiviert.
Kosten: etwa zwischen 250 und 700 Euro.

Home Bleaching

Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier das Bleaching nicht in der Praxis, sondern in den eigenen vier Wänden durchgeführt. Auch bei diesem Verfahren werden Kunststoffschienen angefertigt, die der Patient mit Bleichmittel bestreichen und dann einsetzen muss. Die Schienen sollten mehrere Stunden oder am besten die ganze Nacht getragen werden. Da die Wasserstoffperoxydkonzentration geringer ist als beim Office Bleaching, dauert die Behandlung länger. Abhängig von der Zahnverfärbung circa ein bis fünf Wochen.
Kosten: etwa zwischen 200 und 500 Euro

Walking Bleaching (Bleichen "toter" Zähne)

Zähne, die einer Wurzelbehandlung unterzogen wurden, verfärben sich häufig dunkel. Der unschöne Farbton wird durch Füllmaterial und Blutreste verursacht. Ein normales Bleichen kann diesen sogenannten devitalen Zähnen nichts anhaben. Hier muss das Bleaching im Zahn erfolgen.

Der Arzt bohrt den betroffenen Zahn auf und füllt ihn mit einem Bleichmittel. Muss die Prozedur wiederholt werden, wird der Hohlraum nur provisorisch verschlossen. Ist die Bleichbehandlung beendet, wird eine zahnfarbene Füllung eingesetzt.
Kosten: etwa 50 bis 70 Euro pro Zahn

Nicht bleichen, sondern reinigen

Viele Patienten wissen gar nicht, dass sich unter Verfärbungen und Zahnstein ein paar ansehnlich weiße Zähne verbergen können. Damit diese zum Vorschein kommen, muss nicht gleich geblichen werden. Manchmal reicht es schon, wenn man sich einer professionellen Zahnreinigung unterzieht.

Dabei werden oberflächliche Verfärbungen und Zahnstein entfernt, die Zähne anschließend auf Hochglanz poliert. Diese Behandlung hellt die Zähne nicht nur auf, sondern beugt auch Zahnerkrankungen vor. Die Prozedur dauert etwa eine Stunde.
Kosten: etwa zwischen 70 und 120 Euro

Bleaching aus Drogerie und Apotheke

Günstige und freiverkäufliche Zahnaufheller, zum Aufpinseln oder Aufkleben, arbeiten im Prinzip wie die professionelle Konkurrenz. Allerdings ist das Resultat weniger spektakulär und die Wirkungszeit mit etwa sechs Monaten sehr begrenzt. Das liegt an der Konzentration der Inhaltsstoffe. In der Regel enthalten die Produkte nur einen geringen Wasserstoffperoxydanteil. Auch hier gilt: Tote Zähne können damit nicht aufgehellt werden.
Kosten: etwa zwischen 12 und 50 Euro

(CI) 13.02.2005

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