Gesundheit
Keine Angst vor der 40 - so halten Sie sich fit
Sport
Muskelabbau und Fettpölsterchen müssen nicht sein. Wer sportlich aktiv ist, hält sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich fit. Sport ist für Körper und Geist gleichermaßen wichtig. Mindestens dreimal die Woche sollten Sie aktiv werden. Ausdauersportarten, wie z.B. Schwimmen, Joggen, Radfahren oder Walking sind ideal. Dadurch wird die Kondition gestärkt und der Kreislauf auf Trab gebracht. Mit gezieltem Training lassen sich schlaffe Muskel wieder in Topform bringen. Am besten fragen Sie Ihren Arzt, welche Sportart für Sie geeignet ist. So sollte man z.B. bei starkem Übergewicht nicht unbedingt Joggen, das geht zu sehr auf die Gelenke. Besser ist Schwimmen oder Nordic Walking.
Ernährung
Mit zunehmenden Alter verlangsamen sich Verdauung und Stoffwechsel. Ernährung und Essverhalten müssen entsprechend angepasst werden. Statt ein- oder zweimal kräftig zuzulangen, sollten Sie öfter, aber dafür weniger essen. Spätabends schlemmen ist tabu. Das nächtliche Mahl kann dann nur noch schwer verdaut werden. Um Diabetes (Altersdiabetes) oder Herzkreislauferkrankungen vorzubeugen, sollten Sie jetzt auf ausgewogene, ballastreiche und vitaminreiche Kost achten. Fettige und süße Leckereien sind nur noch hin und wieder erlaubt, Alkoholisches nur noch in Maßen. Frauen müssen besonders auf ihren Kalziumhaushalt achten. Ab 40 steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Vorbeugend sollten täglich etwa 1000 bis 1500 mg Kalzium (z.B. als Brausetablette) eingenommen werden. Wichtig: viel Trinken. Zwei bis drei Liter Wasser pro Tag regen die Verdauung an. Nebenbei macht das Trinken schön. Die Feuchtigkeit von innen macht die Haut jugendlich prall.
Psyche
Das Nervenkostüm ist nicht mehr so robust wie früher. Man regt sich schneller auf und langsamer wieder ab. Stress im Job oder Zuhause setzen einem ganz schön zu. Man gönnt sich immer weniger Auszeiten. Dabei könnte man sie gerade jetzt gut gebrauchen. Lassen Sie mal alle Fünfe gerade sein. Gehen Sie raus an die frische Luft, und tanken Sie Ihren Energiehaushalt auf. Relaxen Sie in der Sauna, oder lesen Sie ein gutes Buch. Wie wäre es mit „professioneller“ Entspannung? Yoga, Meditation, Ta Chi oder autogenes Training bringen Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht.
Active Aging
An das Konzept „Active Aging“ hält man sich in der Klink Dr. Otto Buchinger in Bad Pyrmont. Ein Ärzteteam hat ein mehrstufiges Programm entwickelt, das den Alterungsprozessen den Kampf ansagt. „Mit ?Active Aging‘ wollen wir deshalb nicht das unvermeidliche Älterwerden bekämpfen, sondern die geistige Frische und körperliche Fitness dauerhaft fördern, “ erklärt Dr. med. Andreas Buchinger, Leiter der auf Heilfasten und Naturheilverfahren spezialisierten Klinik. Eine große Rolle spielt darin das Heilfasten. Durch den zeitlich befristeten Verzicht auf Nahrung sinkt der Insulinspiegel im Blut. Das wiederum soll die Ausschüttung von natürlichen Wachstumshormonen zur Folge haben. Diese Hormone verzögern laut Buchinger die Zellalterungsprozesse und führen zu einer höheren Lebenserwartung. Sport, Mentaltraining und Atemübungen runden das individuelle „Active-Aging-Konzept“ ab.
Vorsorge
Das Immunsystem lässt ab 40 nach. Die Gefahr, ernsthaft zu erkranken, wird immer größer. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten daher Pflicht sein. Für Frauen ab 40 ist die Brustkrebsvorsorge besonders wichtig. Alle zwei Jahre sollte ein Mammographie durchgeführt werden. Eine Messung der Knochendichte gibt Aufschluss über ein mögliches Osteoporoserisiko. Männer sollten sich ab dem 45. jährlich einer Prostatakrebsvorsorge unterziehen. Die Darmkrebsfrüherkennung ist für Männer und Frauen ab 50 ein wichtiges Thema.
Fazit: Was heißt schon 40 oder 50? Lassen Sie sich von einer Zahl nicht verrückt machen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das biologische Alter nicht immer dem biographischen Alter entsprechen muss. Einige Faktoren, z.B. die Gene, können Sie nicht beeinflussen. Aber andere liegen sehr wohl in ihrer Hand, wie Ihre Lebensgewohnheiten. Mehr bewegen, weniger ärgern, öfter relaxen und noch gesünder essen – damit können Sie locker einige Jahre auf Ihrer biologischen Lebensuhr wett machen.
( CI) 28.08.2006

