News vom 17.08.2006
„Ranzen-Trolleys“ keine Alternative für Schulranzen
„Dann muss der Ranzen allerdings auch auf dem Rücken getragen werden und darf nicht aus Gründen der Coolness in den Kniekehlen hängen“, erklärt Dr. Breithecker. Die lange Zeit verwendete Richtlinie, demzufolge ein Ranzen nicht schwerer sein sollte als 10% des Körpergewichts, basiert laut Dr. Breithecker auf veralteten Studien. Neuere Untersuchungen hätten gezeigt, dass es erst bei 15% zu Veränderungen der Gangart komme. Bei 18% wird das Kind so zusammengedrückt, dass die Atmung eingeschränkt wird.
Schwere Bücher in der Schule aufbewahren
Um das Gewicht des Ranzens zu senken, sollten Eltern ihn regelmäßig kontrollieren. Manchmal trage das Kind wochenlang seine Turnschuhe oder einen Duden mit sich herum, obwohl es diese Dinge nur selten braucht. „Am besten ist es, wenn das Kind viele Sachen in der Schule lassen kann.“ Eltern sollten daher darauf drängen, dass die Schule genügend Ablagefächer bereitstellt, wie sie beispielsweise in den USA gang und gäbe seien.
Grundsätzlich seien Kinder heutzutage weniger belastbar als in früheren Generationen, so der Sportwissenschaftler. „Durch den Bewegungsmangel sind die Knochen anfälliger und fragiler.“ Das heiße aber nicht, dass Eltern ihren Nachwuchs komplett vom Ranzen entlasten sollten. Eine kontrollierte Belastung stärke den Körper sogar.
Quelle: BVKJ
(CI) 17.08.2006

