News vom 11.08.2006
DER FEINSCHMECKER deckt auf: Deutsches Leitungswasser mit Arzneimittel-Rückständen belastet
Im Wasser aus dem Reichstag fanden sich 0,39 Milligramm pro Liter Kupfer, Rückstände eines Antiepileptikums in Höhe von 76 Nanogramm/Liter (=Milliardstel Gramm) und zusammen 203 Nanogramm Röntgenkontrastmittel. Die höchsten Werte an Pharma-Rückständen fanden sich im Essener Leitungswasser: Dort wurden 718 Nanogramm/Liter Röntgenkontrastmittel gefunden. Damit liegen die Werte siebenmal höher als der "pragmatisch gesundheitliche Orientierungswert", den die Trinwasserkommission des Bundesgesundheitsministeriums 2003 angegeben hat (100 Nanogramm/Liter). Mediziner sehen in den gefundenen Werten allerdings noch keine Gefährdung für die Gesundheit. Von Medikamentenrückständen unbelastet sind nach den Testergebnissen des FEINSCHMECKER die Leitungswässer aus Westerland/Sylt, Hamburg, Dresden, Leipzig, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München.
Quelle: DER FEINSCHMECKER
(CI) 11.08.2006

