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News vom 05.08.2006

Früherkennung bei entzündlichem Rheuma - Apotheken in ganz Deutschland unterstützen Rheuma-Liga-Kampagne.

Der Gang zur Apotheke ist meist der erste Schritt, wenn die Gelenke schmerzen. Wird schon wieder besser werden, denken sich die meisten und oft verschwinden die Beschwerden tatsächlich mit der Einnahme von Medikamenten. Kehren die Schmerzen jedoch wieder oder halten an, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen, denn es besteht Verdacht auf eine entzündlich- rheumatische Erkrankung. Dass diese zügig vom Hausarzt und Rheumatologen abgeklärt werden muss, erfahren die Patienten am besten bereits im Gespräch mit dem Apotheker. Deswegen hat die Rheuma-Liga den Deutschen Apothekerverband e.V. (DAV) als Partner ihrer Aufklärungskampagne Früher ist besser Rheuma rechtzeitig erkennen und handeln geworben. Mit Erfolg: Mehr als zweitausend Apotheken unterstützen in diesen Tagen das Anliegen der Rheuma-Liga durch Beratung und Weitergabe von Informationsmaterial.

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Wir freuen uns, dass so viele Apotheker und Apothekerinnen ihre Aufgabe als Berater ernst nehmen und sind gespannt auf die weitere Resonanz, bemerkt Ursula Faubel, Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma-Liga. Denn Rheumabetroffene nehmen erhebliche Risiken in Kauf. Viele gehen gar nicht oder sehr spät zum Facharzt, weil sie die Krankheit unterschätzen oder meinen, man könne eh nichts dagegen tun. Dadurch aber geht kostbare Zeit verloren. Gelenke werden unwiederbringlich zerstört. Umso wichtiger ist Information und Aufklärung von Anfang an. Dazu braucht es ein gutes Zusammenspiel der Berater und Therapeuten.

So ist ein wesentlicher Bestandteil des mehrjährigen, vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützen Projekts, die Fortbildung von Hausärzten unter Einbeziehung von Rheumatologen und geschulten Rheumabetroffenen. Die Allgemeinmediziner lernen unter anderem Gelenkschwellungen zu erkennen, können die gefährdeten Patienten rechtzeitig an den Rheumatologen verweisen und wissen, wie sie mit dem Facharzt sinnvoll zusammenarbeiten.

25.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an rheumatoider Arthritis (RA), einer entzündlichen Gelenkerkrankung. Frauen sind dreimal so häufig betroffen wie Männer. Meist bricht die Krankheit zwischen dem dreißigsten und fünfzigsten Lebensjahr aus. Geschwollene Fingergelenke, immer wiederkehrende Gelenkschmerzen, steife Gelenke am Morgen können ernst zu nehmende Anzeichen sein. Neuerkrankte erhalten häufig erst nach über einem Jahr eine klare Diagnose. Beim Krankheitsbild der ankylosierenden Spondylarthritis (entzündliche Wirbelsäulenerkrankung) dauert es sogar fast sechs Jahre, bis der Rheumatologe aufgesucht wird. Bei Psoriasis Arthritis, Kollagenosen und anderen entzündlichen rheumatischen Erkrankungen über zwei Jahre.

Kostenloses Informationsmaterial zur Kampagne für Betroffene, Apotheker und Ärzte gibt es bei der Deutschen Rheuma-Liga und ihren Landesverbänden. Ein Blick lohnt auch ins Internet.

Bestelladresse:
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr.14
53111 Bonn
Tel: 0228-76606-0
Fax: 0228-7660620
e-mail: bv@rheuma-liga.de
www.rheuma-liga.de

Quelle: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

(CI) 05.08.2006

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