Gesundheit
Kühle Tipps für heiße Tage - Teil 2
Erfrischend ernähren
Es ist kein Geheimnis. Der Körper braucht viel Flüssigkeit. Schon bei normalen Temperaturen sollte man täglich etwa zwei Liter trinken. Bei großer Hitze ist das zu wenig, da dürfen es unter Umständen auch ein bis zwei Liter mehr sein. Was wir an Flüssigkeit und Mineralstoffen ausschwitzen, muss dem Organismus wieder zugeführt werden, sonst drohen Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Muskel- und Bauchkrämpfe. Apfelschorle, Wasser oder ungesüßter Tee sind ideale Durstlöscher. Zwischendurch darf es auch mal ein Joghurt- oder Buttermilchdrink sein. Den Alkoholgenuss sollte man aber unbedingt einschränken, denn Bier und Co entzieht dem Körper zuviel Flüssigkeit.
Auch bei den Getränken gilt: Lieber lauwarm statt kalt genießen, sonst ist der Temperaturschock für den Organismus zu groß. Eisige Flüssigkeit muss erst mal „angeheizt“ werden, um sie der Körpertemperatur anzugleichen. Die Folge: Man schwitzt noch mehr. Außerdem kann sich die getrunkene Kälte buchstäblich auf den Magen schlagen. Apropos Magen, der bevorzugt bei hohen Temperaturen leichte Kost. Obst, Gemüse und Salate mag er besonders, aber natürlich ohne schwere Soßen. Fettige Küche belastet den Körper nur unnötig.
Frischekick im Büro
In Deutschland sind nur wenige Arbeitsplätze mit einer Klimaanlage ausgestattet. Da muss man erfinderisch sein, um sich zwischendurch mal seinen Frischekick zu holen. Auch hier gilt: Egal wie viel Stress man gerade hat, die Zeit fürs Trinken muss man sich nehmen. Stellen Sie sich am besten gleich zwei oder drei Flaschen (stilles) Mineralwasser auf den Schreibtisch. Nehmen Sie sich vor, diese über den Tag verteilt zu trinken. Auf schweres Kantinenessen sollten Sie verzichten. Machen Sie sich stattdessen über die Salate her. Zum Nachtisch noch einen leckeren Joghurt oder eine Wassermelone, und Sie haben was Gutes für Magen und Figur getan.
Wird es unerträglich heiß, können Sie sich ein paar Minuten lang kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Sie haben einen Kühlschrank in Arbeitsplatznähe? Prima, dann legen Sie sich dort Kühlkompressen hinein. Diese können Sie sich zwischendurch mal in den Nacken oder auf die Stirn legen. Wenn es keinen stört, können Sie auch die Schuhe ausziehen und die Füße auf die Kühlpads stellen. Das tut richtig gut, ganz besonders wenn die Füße angeschwollen sind. Bei schweren Beinen fahren Sie mit den Kompressen die Waden ein paar Mal rauf und runter. Hier helfen auch spezielle kühlende Sprays.
Lassen Sie es im Job jetzt langsam angehen. Bei Hitze, besonders bei schwülem Wetter, sind einige Menschen etwas gereizter als sonst. Regen Sie sich nicht auf, es lohnt sich nicht. Meiden Sie Stresssituationen. Planen Sie Ihren Arbeitstag und legen Sie Termine großzügig. Je weniger Sie sich abhetzen müssen, um so besser. Wenn Sie dann nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen, erwartet Sie ein kühles Heim. Denn Sie haben ja bereits morgens gut gelüftet, anschließend alle Fenster geschlossen und die Rollos runtergelassen.
Einschlaftipp
Zu heiß zum Schlafen? Dann schlummern Sie doch dort, wo es kühler ist, z. B. im Keller, im Garten oder auf dem Balkon. Wer lieber im Schlafzimmer bleiben möchte, sollte kurz vor dem Zubettgehen lauwarm duschen und sich danach nicht abtrocknen. Auch ein nasses Laken vor dem offenen Fenster hilft. Durch den Verdunstungseffekt wird dem Raum Wärme entzogen. Die besten Voraussetzungen, um entspannt zu schlafen und sich auf einen weiteren, schönen Sommertag zu freuen.
( CI) 19.07.2006

