Ernährung
Honig: süßer Bakterienkiller
Honig als Heilmittel ist kein Geheimtipp. Schon in der Antike wusste man die klebrige Medizin zu schätzen. Damals wurde Honig in erster Linie zur Wundbehandlung eingesetzt. Die zähflüssige Masse schließt Blessuren zuverlässig ab und schützt sie so vor Verunreinigungen. Später erkannte man dann, dass Honig auch ein Keimkiller ist. Doch in welchem Umfang, wird jetzt erst erforscht. Anscheinend wirkt Honig besonders auf sogenannte grampositive Bakterien (z. B. Staphylokokken). Gerade bei diesen Erregern besteht eine vermehrte Resistenzgefahr. Honig könnte hier ganz neue Heilperspektiven eröffnen.
Natürlich muss er sein
Das Geheimnis des goldenen Bakterienkillers konnten die walisischen Wissenschaftler allerdings noch nicht völlig entschlüsseln. Hier kommen wohl mehrere Faktoren zum Tragen. Zum einen spielt der Zucker eine Rolle, aber auch der niedrige Säure- und Wassergehalt des Honigs. Zudem vermuten die Forscher, dass Enzyme der Bienen und bestimmter Pflanzennektar die keimtötende Wirkung beeinflussen können.
Fazit: Honig ist also nicht nur lecker, sondern auch heilfördernd. Aber das gilt in erster Linie für naturbelassenen Honig. Erhitzte Fließbandprodukte sind zwar immer noch süß - aber längst nicht so gesund!
( CI) 15.06.2006

