Home » Ernährung » Honig: süßer Bakterienkiller
Ernährung

Honig: süßer Bakterienkiller

Antibiotika heilen und retten Leben. Doch leider sprechen nicht alle Bakterien auf die Powermedizin an. Immer mehr Erreger sind resistent. Ein Phänomen, das zahlreiche Wissenschaftler beschäftigt. Jetzt forscht man, ob sich das Problem nicht auf „natürliche“ Art lösen lässt. Das Heilmittel der Zukunft ist süß, klebrig und goldfarben. Honig ist die große Hoffnung im Kampf gegen Bakterien. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie der Mikrobiologin Rose Cooper und ihren Kollegen von der Universität von Wales.

anzeige anzeige
Süßes Heilmittel

Honig als Heilmittel ist kein Geheimtipp. Schon in der Antike wusste man die klebrige Medizin zu schätzen. Damals wurde Honig in erster Linie zur Wundbehandlung eingesetzt. Die zähflüssige Masse schließt Blessuren zuverlässig ab und schützt sie so vor Verunreinigungen. Später erkannte man dann, dass Honig auch ein Keimkiller ist. Doch in welchem Umfang, wird jetzt erst erforscht. Anscheinend wirkt Honig besonders auf sogenannte grampositive Bakterien (z. B. Staphylokokken). Gerade bei diesen Erregern besteht eine vermehrte Resistenzgefahr. Honig könnte hier ganz neue Heilperspektiven eröffnen.

Natürlich muss er sein

Das Geheimnis des goldenen Bakterienkillers konnten die walisischen Wissenschaftler allerdings noch nicht völlig entschlüsseln. Hier kommen wohl mehrere Faktoren zum Tragen. Zum einen spielt der Zucker eine Rolle, aber auch der niedrige Säure- und Wassergehalt des Honigs. Zudem vermuten die Forscher, dass Enzyme der Bienen und bestimmter Pflanzennektar die keimtötende Wirkung beeinflussen können.

Fazit: Honig ist also nicht nur lecker, sondern auch heilfördernd. Aber das gilt in erster Linie für naturbelassenen Honig. Erhitzte Fließbandprodukte sind zwar immer noch süß - aber längst nicht so gesund!


( CI) 15.06.2006

Anzeige