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Krankheiten

Bänderriss

Eine Verstauchung (Distorsion) kommt vorrangig bei Sportarten vor, die mit Springen oder Laufen verbunden sind; Sprung-, Finger- und Handgelenke sind meist bei Ballsportarten betroffen. Eine Verstauchung des Kniegelenks kann bereits durch eine schnelle Drehbewegung verursacht werden.

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Durch die äußere "Gewalteinwirkung" werden die Gelenke übermäßig verschoben. Die Gelenkstrukturen kehren nach dieser ungewollten Verschiebung wieder auf ihre Ausgangsposition zurück. Doch dann machen sie sich mit Gelenkschmerzen und -schwellungen, sowie Blutergüssen bemerkbar. Das betroffene Gelenk ist nicht mehr belastbar.

Symptome

Gerade bei den Sportverletzungen ähneln sich die Beschwerden:

  • unvermittelt einsetzender, oft starker Schmerz
  • Kraftlosigkeit der betroffenen Muskeln
  • Bewegungseinschränkung, teilweise Bewegungsunfähigkeit
  • Schwellung
  • Druckempfindlichkeit

Bei einer Verstauchung können noch eine unnormale Gelenkstellung und ein Bluterguss hinzu kommen.

Es sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, der klärt, ob es sich um einen Muskelriss, eine Zerrung oder einen Bänderriss handelt.

Ursachen

Diese Verletzungen entstehen durch stumpfe und direkte Gewalteinwirkung. Zum Beispiel bei einem Zusammenstoß von zwei Fußballern, einem Sturz mit den Inlineskates, einer unachtsamen Bewegung am Fitnessgerät.

Zu den Gewalteinwirkungen gehören:

  • Schlag
  • Stoß
  • Sturz
  • Umknicken, bei heftigen Bewegungen
  • Über- oder Fehlbelastung

Bei Prellungen kommt es im Gewebe zu Quetschungen und Verschiebungen. Dadurch zerreißen kleinste, aber auch mittelgroße Blutgefäße oder Lymphgefäße. Es kommt zu Blutungen, die nach innen gehen, weil die Haut unverletzt ist. Es bildet sich ein Bluterguss (Hämatom). Die Haut schwillt an und verfärbt sich bläulich.

Diagnose

Mittels Röntgenaufnahmen kann der Arzt feststellen, ob nicht vielleicht Bänder, Gelenkkapseln oder Knochen beschädigt sind. Auch die Beweglichkeit kann Auskunft über die Verletzung geben. Außerdem können Gelenkspiegelung, Ultraschall und die Kernspintomographie zum Einsatz kommen.

Behandlung

Bei Sportverletzungen müssen die richtigen Sofortmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu ist eine einfache Faustregel zu merken: die so genannte Pech-Regel:

  • P wie Pause - sofort aufhören, Körperteil ruhig stellen
  • E wie Eis - betroffenes Köperteil kühlen
  • C wie Compression - Anlegen eines Druckverbandes
  • H wie Hochlagern - betroffenes Körperteil hoch legen

Mit diesen Maßnahmen kann man eigentlich nichts falsch machen.

Danach sollte aber ein Arzt aufgesucht werden, denn viele Sportverletzungen gleichen sich. Und ein Laie kann nicht beurteilen, ob es sich nur um eine einfache Prellung, eine Zerrung, einen Muskelfaserriss oder eine Bänderdehnung handelt.

Bei schweren Distorsionen muss das betroffene Körperteil mit einem Verband (Taping) oder sogar einem Gips(3 bis 6 Wochen) ruhig gestellt werden. Bei leichten bis mittleren Schmerzen helfen Schmerzmittel. Wenn die Schmerzen einige Tage anhalten oder die Beweglichkeit sehr stark eingeschränkt ist, muss untersucht werden, ob Bänder gerissen sind. Dann ist eine sechswöchige Ruhigstellung angesagt.

Achtung: Falsch behandelte Verstauchungen oder Zerrungen können zu chronischen Gelenkentzündungen führen.

Alternative Heilmethoden

Die alternativen Heilmethoden werden zusätzlich unterstützend eingesetzt. Die geprellte Stelle mit Teebaumöl einreiben. Das Öl lindert nicht nur den Schmerz, es beschleunigt auch den Heilungsprozess

Vorbeugung

Die meisten dieser Sportverletzungen müssten nicht sein. Viele Schäden und Verletzungen können durch richtiges Verhalten vermieden werden:

  • Das Training sollte auf die jeweiligen körperlichen Bedingungen zugeschnitten sein.
  • Training und Wettkampf sollten richtig und ausreichend vorbereitet werden.
  • Vor dem Sport den Körper aufwärmen und stretchen, um ihn auf die folgende Belastung vorzubereiten.
  • Anständige Sportausrüstung, auch für die Hobbysportler (geeignete Schuhe oder Schutzkleidung, z. B. beim Eishockey oder Inlineskaten)
  • Ausgewogene Ernährung
  • Beim Sport verbraucht der Körper Mineralien und Vitamine. Treten Mangelerscheinungen auf, sollten Vitamin-Mineralien-Präparate eingenommen werden.
  • Nicht komplett ausgeheilte Erkrankungen bedeuten: kein Leistungssport! Das Training muss stark heruntergefahren werden.
  • Wer müde und unkonzentriert ist, sollte seine sportlichen Aktivitäten besser verschieben.

(CI) 13.02.2005

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