Krankheiten
Gelbfieber
Gelbfieber gehört zu den äußerst gefährlichen Hämorrhagischen Fieberkrankheiten und wird durch das Gelbfieber-Virus übertragen. Die Infektionskrankheit endet unbehandelt mit dem Tod. Sie ist allerdings die einzige der hämorrhagischen Fieber, gegen die es eine Schutzimpfung gibt.
Hat man die Krankheit einmal überstanden, ist man lebenslang immun.
Symptome
Wie viele der Infektionskrankheiten beginnt sie mit grippeähnlichen Symptomen. Dadurch wird sie nicht sofort diagnostiziert.
Gelbfieber kann einen harmlosen Verlauf nehmen. Einige Tage (3 bis 6) nach der Infektion beginnt sie mit teilweise hohem, kurzem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten. Nach wenigen Tagen beginnt schon die Genesungsphase.
Nimmt die Krankheit aber einen schweren Verlauf, kommt es zu einer meist zweitägigen Besserung. Dann beginnt der zweite Schub. Hohes Fieber kehrt zurück und die schwere Symptomatik kommt zum tragen. Haut und Schleimhäute beginnen zu bluten, neurologische und psychische Störungen treten auf, die Hirnhaut entzündet sich. Bei 50 Prozent kommen Leber- und Nierenversagen hinzu, und die Krankheit endet nach einer Woche tödlich.
Ursachen
Auslöser der Krankheit ist das Gelbfieber-Virus. Es wird von einer bestimmten Mückenart (Aedes Mücke) übertragen. Die übernimmt den Virus wieder von an Gelbfieber erkrankten Menschen und Affen. Das Virus vermehrt sich in der Mücke, so dass diese ihr ganzes Leben lang infiziert bleibt.
Beim Dschungelfieber sind Affen die Träger, von denen die Mosquitos den Virus übernehmen. In der Stadt übernimmt die Mücke den Virus von den Menschen.
Diagnose
Innerhalb der ersten fünf Tage wird der Virus durch einen Erregernachweis im Blut festgestellt. Danach durch den Nachweis von Antikörpern (Abwehrstoffe, die der Körper gegen die Krankheit bildet) im Blut.
Die Krankheit ist meldepflichtig.
Behandlung
Eine Behandlung gegen das Gelbfieber gibt es nicht. Es können lediglich die Symptome behandelt werden. Zum Beispiel, indem dafür gesorgt wird, dass die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhalten bleibt.
Alternative Heilmethoden
Es gibt keine alternative Behandlungsmöglichkeit.
Vorbeugung
Es gibt eine Impfung mit Lebendimpfstoff. Sie bietet 10 Jahre lang einen sicheren Schutz und wirkt ab dem 10. Tag nach der Impfung. Diese Impfung darf nur von zugelassenen Impfstellen, wie Gesundheitsamt oder Tropeninstitut, durchgeführt werden. Leichtes Fieber kann nach einer Impfung auftreten. Bei einer Hühnereiweißallergie darf die Impfung nicht erfolgen.
(CI) 13.02.2005

