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Krankheiten

Gelbfieber

Im 18. und 19. Jahrhundert war Gelbfieber eine gefürchtete Krankheit, die in regelmäßigen Anständen die Ostküste der Vereinigten Staaten in Angst und Schrecken versetzte. Während des spanisch-amerikanischen Krieges wurden auf Cuba mehr Soldaten von den Erregern getötet als von spanischen Kanonen. Heute ist die Krankheit in den Staaten von der Bildfläche verschwunden, sie grassiert in Mittel- und Südamerika und in den tropischen Ländern Afrikas.

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Gelbfieber gehört zu den äußerst gefährlichen Hämorrhagischen Fieberkrankheiten und wird durch das Gelbfieber-Virus übertragen. Die Infektionskrankheit endet unbehandelt mit dem Tod. Sie ist allerdings die einzige der hämorrhagischen Fieber, gegen die es eine Schutzimpfung gibt.

Hat man die Krankheit einmal überstanden, ist man lebenslang immun.

Symptome

Wie viele der Infektionskrankheiten beginnt sie mit grippeähnlichen Symptomen. Dadurch wird sie nicht sofort diagnostiziert.

Gelbfieber kann einen harmlosen Verlauf nehmen. Einige Tage (3 bis 6) nach der Infektion beginnt sie mit teilweise hohem, kurzem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten. Nach wenigen Tagen beginnt schon die Genesungsphase.

Nimmt die Krankheit aber einen schweren Verlauf, kommt es zu einer meist zweitägigen Besserung. Dann beginnt der zweite Schub. Hohes Fieber kehrt zurück und die schwere Symptomatik kommt zum tragen. Haut und Schleimhäute beginnen zu bluten, neurologische und psychische Störungen treten auf, die Hirnhaut entzündet sich. Bei 50 Prozent kommen Leber- und Nierenversagen hinzu, und die Krankheit endet nach einer Woche tödlich.

Ursachen

Auslöser der Krankheit ist das Gelbfieber-Virus. Es wird von einer bestimmten Mückenart (Aedes Mücke) übertragen. Die übernimmt den Virus wieder von an Gelbfieber erkrankten Menschen und Affen. Das Virus vermehrt sich in der Mücke, so dass diese ihr ganzes Leben lang infiziert bleibt.

Beim Dschungelfieber sind Affen die Träger, von denen die Mosquitos den Virus übernehmen. In der Stadt übernimmt die Mücke den Virus von den Menschen.

Diagnose

Innerhalb der ersten fünf Tage wird der Virus durch einen Erregernachweis im Blut festgestellt. Danach durch den Nachweis von Antikörpern (Abwehrstoffe, die der Körper gegen die Krankheit bildet) im Blut.

Die Krankheit ist meldepflichtig.

Behandlung

Eine Behandlung gegen das Gelbfieber gibt es nicht. Es können lediglich die Symptome behandelt werden. Zum Beispiel, indem dafür gesorgt wird, dass die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhalten bleibt.

Alternative Heilmethoden

Es gibt keine alternative Behandlungsmöglichkeit.

Vorbeugung

Es gibt eine Impfung mit Lebendimpfstoff. Sie bietet 10 Jahre lang einen sicheren Schutz und wirkt ab dem 10. Tag nach der Impfung. Diese Impfung darf nur von zugelassenen Impfstellen, wie Gesundheitsamt oder Tropeninstitut, durchgeführt werden. Leichtes Fieber kann nach einer Impfung auftreten. Bei einer Hühnereiweißallergie darf die Impfung nicht erfolgen.

(CI) 13.02.2005

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