Krankheiten
Blutschwamm (Hämangiom)
Hässlich aber harmlos?
Sie können stecknadelgroß sein oder die Ausmaße eines Kinderkopfes annehmen. Flach oder knotig, rötlich oder bläulich. Blutschwämme treten in ganz unterschiedlichen Formen, Farben und Größen auf. Oft verschwinden sie auch von ganz alleine wieder. Dann spricht man von einer Spontanregression.
Ein Hämangiom verursacht in der Regel keine Beschwerden und muss daher auch nicht behandelt werden. Doch wenn es an Augen, Mund oder Nase sitzt, kann es zu Komplikationen kommen. Stört der Blutschwamm das Sehen, Atmen oder Sprechen, muss er entfernt werden.
Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn die Hautveränderung ganz plötzlich anwächst. Auch hier sollte der Blutschwamm operativ entfernt werden, um Gewebezerstörungen zu vermeiden bzw. zu stoppen. Ein Blutschwamm kann zu einer seelischen Belastung werden. Sitzt er sichtbar im Kopf-, Hals- oder Gesichtsbereich stellt er auch ein ästhetisches Problem dar.
Ein Blutschwamm sollte möglichst früh behandelt werden. Je kleiner das Hämangiom, desto besser ist das kosmetische Ergebnis. Blutschwämme können unter örtlicher Betäubung per Laser oder Vereisung (Kryotherapie) entfernt werden. Es besteht allerdings in beiden Fällen die Möglichkeit, dass Narben zurückbleiben.
(CI) 30.01.2005

