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Erkältung (grippaler Infekt)

Eine Erkältung oder grippalen Infekt (nicht zu verwechseln mit der echten Grippe/Influenza) fängt man sich schnell mal ein, besonders im Winter. Denn in der nasskalten Jahreszeit ist der Körper anfälliger für Infektionen. Und die Erreger schwirren überall herum, wo Menschen sich aufhalten - in der S-Bahn, im Büro, Kino oder Supermarkt.

Hat man sich angesteckt, lassen die typischen Anzeichen nicht lange auf sich warten: die Nase fängt an zu triefen, der Hals kratzt, die Glieder tun weh und wenn man Pech hat, kommt auch noch Husten hinzu. Dann heißt es am besten: Ab ins Bett und die Beschwerden mit altbewährten Hausmitteln lindern.

Im Allgemeinen verläuft eine Erkältung glimpflich und ist nach ein paar Tagen ausgestanden. Wer jedoch ein geschwächtes Immunsystem hat, muss aufpassen. In diesem Fall kann aus einer normalen Erkältung eine Bronchitis werden, im schlimmsten Fall sogar eine Lungenentzündung.

Symptome

Die ersten Symptome machen sich schnell bemerkbar. Die klassischen Anzeichen sind Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen. Außerdem fühlt man sich meist recht schlapp und elend. Häufig kommen noch Husten, Kopfschmerzen und erhöhte Temperatur hinzu. Das ist zwar unangenehm, in der Regel aber harmlos. Deswegen muss man wegen einer Erkältung auch normalerweise keine Arztpraxis betreten. Mit etwas Schonung ist es innerhalb einiger Tage und dem Einsatz von Hausmitteln ausgestanden.

Anhand der Symptome kann man auch erkennen, in welchem Erkältungsstadium man sich befindet:

    * 1. Stufe: Frösteln, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Niesen
    * 2. Stufe: wässriger Ausfluss und, behinderte Nasenatmung, Zunahme der Allgemeinsymptome
    * 3. Stufe: schleimiger Ausfluss, Nachlassen der Allgemeinsymptome

Wandert die Erkältung jedoch eine Etage tiefer, und die Bronchien werden durch die Viren angegriffen, können sich leicht Bakterien breit machen. Dann kommt zur Vireninfektion zusätzlich eine bakterielle. Ein deutliches Symptom bei Bronchitis: Der Auswurf beim Husten ist gelb- oder grünlich verfärbt.

Außerdem können die Bakterien auch auf andere Organe übergreifen und eine Mandel-oder Mittelohrentzündung, Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung), Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung verursachen. Besonders gefährdet sind Menschen mit schwachem Immunsystem.

Sind die Beschwerden nach drei bis vier Tagen noch nicht abgeklungen oder Komplikationen wie hohes Fieber kommen hinzu, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ursachen

Die Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege. Sie kann durch über 200 verschiedene Erreger ausgelöst werden. Meist sind es Viren wie Parainfluenzaviren, Adenoviren, Rhinoviren. Und die Übeltäter lauern überall, denn sie werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Das bedeutet: Ein grippaler Infekt wird schon durch Niesen, Husten, Sprechen oder Hände schütteln weitergegeben.

Allerdings trägt die Erkältung ihren Namen nicht umsonst. Meist fängt man sie sich in der kühlen Jahreszeit ein. Warum dies so ist, haben die Wissenschaftler noch nicht herausgefunden. Denn vom Frieren bekommt man keine Erkältung. Allerdings werden die Schleimhäute bei Kälte weniger durchblutet und sind somit viel angreifbarer für die Erreger.

Diagnose

Eine Erkältung kann jeder selbst diagnostizieren und kurieren. Die typischen Anzeichen sind Schnupfen und Halsschmerzen. Meist kommen Abgeschlagenheit, Glieder- und Kopfschmerzen, Frösteln und erhöhte Temperatur hinzu. Wenn die Beschwerden jedoch ungewöhnlich heftig sind, andere Symptome hinzu kommen oder nach drei bis vier Tagen nicht vorbei sind, könnte auch eine andere Krankheit hinter den Symptomen stecken. Dann sollte man zum Arzt gehen.

Behandlung

"Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage", sagt schon der Volksmund. Und damit hat er nach wie vor Recht, denn bislang können nur die Symptome behandelt werden. Es gibt auch keine vorbeugende Impfung gegen eine Erkältung. Aber man kann die Beschwerden lindern - und zwar am besten mit alten Hausmitteln.

Schonen Sie sich und halten Sie am besten ein paar Tage lang Bettruhe. Packen Sie sich warm ein und schlafen Sie viel. Ihr Immunsystem braucht jetzt seine ganze Kraft, um mit den Erregern fertig zu werden. Wer seine Abwehrkraft zusätzlich unterstützen will, sollte seinen Körper mit Vitamin C versorgen - in hochdosierter Pulverform oder als heiße Zitrone. Generell sollte man viel trinken. Mindestens 2,5 Liter müssen es täglich sein. Ideal ist lauwarmer Kräuter- oder Früchtetee sowie Wasser und Fruchtsäfte. Dadurch wird der Schleim flüssiger und kann besser abfließen.

Außerdem sind Inhalationen mit Kamillendampf oder Kochsalz empfehlenswert. Sie sorgen für freie Atemwege. Aber auch Nasentropfen helfen, dass man wieder Luft bekommt. Am besten eignen sich Zubereitungen mit Kochsalz. Sie verhindern, dass die Schleimhäute austrocknen. Auch eine Nasendusche ist effektiv. Sie funktioniert folgendermaßen: 1/2 Teelöffel Salz in einem Liter Wasser auflösen und die Lösung durch die Nase hochziehen.

Eine Wohltat für den schmerzenden Hals ist die altbekannte "heiße Milch mit Honig". Auch Salbeibonbons, Gurgeln mit Salzwasser oder warme Halswickel lindern das Kratzen.

Bei Husten helfen Präparate, die entweder den Hustenreiz in der Nacht stoppen oder über Tag das Abhusten erleichtern. Gegen Glieder- und Kopfschmerzen kann man leichte Schmerzmittel nehmen. Und: Auf den Erkältungs-Speiseplan gehören heiße Brühen, warme Gemüse- und Hühnersuppen. Der Organismus wird mit Mineralstoffen und Salzen versorgt - und so auch schnell wieder fit.

Alternative Heilmethoden

Auch die Naturheilkunde kann eine Erkältung nicht heilen. Aber sie vermag die Dauer und Schwere eines grippalen Infekts zu lindern.

Noch bevor die Erkältung ausgebrochen ist, hilft bei vielen Echinacea. Dieses Produkt aus dem Sonnenhut stimuliert das Immunsystem. Aber auch die Extrakte der südafrikanischen Umckaloabo-Wurzel können die Heilung beschleunigen. Beide Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Darüber hinaus unterstützen ätherische Öle wie Eukalyptus, Lavendel oder Zedernholz, die eingeatmet oder als Creme auf Rücken und Brust eingerieben werden, die Genesung.

Auch eine Schwitzkur bewährt sich immer noch. Und so funktioniert sie: Zunächst sollte man ein ansteigendes Fußbad oder ein Erkältungsbad nehmen. Dann geht es warm eingepackt ins Bett. Nun einen heißen Linden- oder Holunderblütentee trinken und ausgiebig schlafen.

Speziell gegen Husten hilft ein Zwiebelsaft aus Großmutters Gesundheitsküche. Zubereitung: 500 Gramm Zwiebeln schälen, zerkleinern und in einen Topf geben. Einen Liter Wasser und 30 Gramm Kandiszucker hinzufügen und bei kleiner Hitze drei Stunden ziehen lassen. Anschließend durchsieben und 80 Gramm Honig hinzufügen. Bis zu fünf Esslöffel über den Tag verteilt einnehmen. Saft dafür leicht erwärmen.

Wer unter häufig wiederkehrenden Erkältungen leidet, sollte sein Immunsystem stärken. Auch hierfür kennt Mutter Natur so manches Rezept. So gibt es unter anderem Heilpraktiker, die Infusionen aus hochdosiertes Vitamin C oder verschiedenen Schlangengiften verabreichen.

Vorbeugung

Man kann sich nicht hundertprozentig vor einer Erkältung schützen. Es gibt keine Impfung gegen grippale Infekte. Außerdem kommt man - bei aller Vorsicht - mit den Erregern unweigerlich in Kontakt. Aber man kann ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und vor allem das eigene Immunsystem stärken. Denn eine gute Abwehrkraft ist der beste Schutz gegen Schnupfen & Co.

Deswegen sollte man regelmäßig in die Sauna gehen und sich täglich an der frischen Luft bewegen - auch bei Wind und Wetter. Wechselduschen sind ebenfalls empfehlenswert, am besten als Start in den Tag. Und so geht's: Duschen Sie sich zunächst zwei bis drei Minuten warm ab und dann zehn bis 15 Sekunden lang kalt. Fangen Sie dabei immer mit den Füßen an. Alles jeweils zweimal wiederholen.

Darüber hinaus sollten Sie sich gesund ernähren. Vor allem Vitamin C, aber auch die Vitamine E und A und die Spurenelemente Selen und Zink bringen das Immunsystem auf Trab. Diese Fittmacher stecken vor allem in frischem Obst und Gemüse.

Da Erkältungen so ansteckend sind, sollte man außerdem Abstand zu erkälteten Personen halten, Menschenansammlungen generell meiden und sich öfters am Tag die Hände waschen. Bei trockener Heizungsluft ist es ferner ratsam, feuchte Tücher über die Heizung hängen. Denn geringe Luftfeuchtigkeit macht die Schleimhäute anfälliger. Achten Sie zudem stets auf warme Füße.

Und: Verzichten Sie aufs Rauchen. Denn der blaue Dunst schädigt die Atemwege und schwächt das Immunsystem.

Extra-Tipp: Man kann Echinacea auch zur Vorbeugung nehmen. Dieses Heilmittel aus Sonnenhut rüstet das Immunsystem zusätzlich auf.

(CI) 13.02.2005

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