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Krankheiten

Bronchitis

Erst kommt der trockene Husten, dann der Auswurf - wer kennt das nicht? Die Bronchitis ist eine sehr häufige Atemwegserkrankung, die alle Menschen in unseren Breitengraden mehr oder weniger oft ereilt. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn viele Viren im Umlauf sind.

Los geht's im allgemeinen mit einer Erkältung. Hierbei befallen die Erreger zunächst die Nasen- und Rachenschleimhaut. Anschließend wandern die Eindringlinge ein Stockwerk tiefer in die Bronchien. So wird aus einer Erkältung eine Bronchitis und zu Schnupfen und Halsschmerzen gesellt sich der Husten. Und der ist oft so quälend, dass man nachts kaum Ruhe findet.

Dennoch lindert man die Beschwerden am besten mit althergebrachten Hausmittelchen. Denn im allgemeinen ist eine Bronchitis harmlos und nach zehn Tagen ausgestanden. In manchen Fällen kommt es jedoch zu Komplikationen. Dann besteht die Gefahr, dass sich die Bronchitis zur Lungenentzündung auswächst oder chronisch wird.

Symptome

Eine akute Bronchitis beginnt oft zwei bis drei Tage nach Beginn der Erkältung. Dem Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen folgt nun der typische Husten und es rasselt in der Brust. Anfangs handelt es sich um einen trockenen, häufig schmerzhaften Reizhusten, der die Betroffenen nicht selten um den Schlaf bringt.

Manchmal kommt auch Fieber hinzu, welches über 39 Grad klettern kann. Nach weiteren zwei bis drei Tagen löst sich weißlicher Schleim und man beginnt abzuhusten. Und das ist auch gut so, denn in diesem Sekret stecken die Erreger und die will man schließlich loswerden. Das Abhusten wird im allgemeinen als Erleichterung empfunden.

Normalerweise heilt eine akute Bronchitis innerhalb von zehn bis 14 Tagen von selbst ab. Ist das nicht der Fall oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn es können auch Komplikationen auftreten. Besonders gefährdet sind Menschen mit schwachem Immunsystem, Kinder, Kranke oder ältere Menschen sowie Raucher.

Ist der Schleim grünlich, deutet dies auf einen bakteriellen Infekt hin, der meist mit einer Verschlechterung des Verlaufs einher geht. Hält das Fieber länger als fünf Tage an oder kehrt zurück, könnte es sich um eine Lungenentzündung handeln. Vor allem, wenn zudem einseitige Brustschmerzen auftreten und der Husten unverändert anhält. Generell ist es wichtig, dass die Bronchitis richtig ausheilt. Passiert das nicht oder kommt es immer wieder zu Neuinfektionen, kann sich aus der akuten Infektion eine chronische Bronchitis entwickeln.

Ursachen

Meist geht eine Erkältung der Bronchitis zuvor. Dabei befallen die Erreger zunächst die oberen Atemwege. Kommt es zum so genannten Etagenwechsel, wächst sich dieser Infekt zur Bronchitis aus. Die Übeltäter wandern nun die Atemwege hinunter und nisten sich in den Verzweigungen der Bronchien ein. Daraufhin entzünden sich dort die Schleimhäute. Es kommt zu Bildung von zähem Schleim und zu Hustenreiz.

In 80 bis 90 Prozent aller Fälle sind Viren die Auslöser, wobei es sich meist um Influenzaviren oder Parainfluenzaviren handelt. Manchmal kommt es jedoch auch zu einer zweiten Infektion durch Bakterien, die sich auf die vorgeschädigten Bronchialschleimhäuten "aufsetzen". Der Ausbruch einer Bronchitis wird durch Kälte und Feuchtigkeit begünstigt. Deswegen tritt diese Krankheit meist in der kühlen Jahreszeit auf.

In selteneren Fällen können auch Schadstoffe in der Luft oder Staub zu einer Entzündung der Bronchialschleimhäute führen. Deswegen haben die Angehörigen bestimmter Berufe wie beispielsweise Bergarbeiter oder Bäcker ein erhöhtes Bronchitis-Risiko. Dies trifft auch für Raucher zu.

Diagnose

Wer mit Husten in die Praxis seines Hausarztes kommt, wird abgehört. Bei schwerem Verlauf sollte zudem der abgehustete Schleim unter die Lupe genommen werden. Bei gelb-grünlichem Auswurf ist außerdem eine Blutprobe angezeigt, da dies auf eine bakterielle Infektion hinweist.

Liegt ein Verdacht auf eine Lungenentzündung oder einen Tumor vor, steht eine Röntgenuntersuchung an. Wenn Husten und Auswurf innerhalb von zwei Jahren mindestens drei Monate pro Jahr aufgetreten sind, handelt es sich um chronische Bronchitis. Dann kann eine Lungenfunktionsprüfung notwendig werden.

Behandlung

Mit einer Bronchitis verhält es sich ähnlich wie mit einer Erkältung: Man kann sie nicht medikamentös heilen. Und das ist normalerweise auch gar nicht notwendig. Denn der Husten ist eine perfekt funktionierende Selbstheilungsmaßnahme. Durch ihn werden die Erreger von ganz allein aus den Atemwegen befördert. Aber: Die Beschwerden lassen sich lindern.

Wen der Hustenreiz zu Beginn der Bronchitis sehr quält, der kann für die Nacht einen Hustenstiller zur Hilfe nehmen. Diese Maßnahme sollte jedoch nur kurz zum Einsatz kommen. Denn der Hustenreflex darf nicht dauerhaft unterdrückt werden, da die Sekrete abgehustet werden müssen.

Im weiteren Verlauf können schleimlösende Hustensäfte das Abhusten erleichtern. Gegen Fieber und Schmerzen helfen leichte Arzneimittel. Antibiotika sollte nur bei heftigeren Verläufen eingesetzt werden, die von einer bakteriellen Infektion begleitet werden.

Ansonsten gilt: Schonen Sie sich und halten Sie Ihren Körper warm ohne zu schwitzen. Bei Fieber muss Bettruhe eingehalten werden. Und: Trinken Sie zwei bis vier Liter täglich, damit der Schleim flüssig wird und gut abgehustet werden kann. Ideal sind Husten- und Bronchialtees. Meiden Sie Zigarettenrauch und Abgase.

Normalerweise verläuft eine Bronchitis glimpflich. Wenn die Beschwerden jedoch nach spätestens 14 Tagen noch nicht abgeklungen sind, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn Sie hohes Fieber bekommen, unter Atembeschwerden oder Brustschmerzen leiden oder gar Blut husten.

Alternative Heilmethoden

Für freie Atemwege sorgen Inhalationen mit Kamille oder Kochsalz. Auch feuchte, warme Brustwickel, die 30 Minuten lang aufgelegt werden, sind eine Wohltat für die Bronchien. Das gilt ebenfalls für Erkältungsbalsam, der ätherische Öle wie Eukalyptus und Thymian enthält. Dieser wird auf Brust und Rücken aufgetragen und eingeatmet.

Auch die Homöopathie kennt wirksame Mittel gegen Husten. Sie rückt der Bronchitis unter anderem mit Globuli (das Präparat wird entsprechend des Typs gewählt) oder Eigenblutinjektionen zu Leibe. Einige Patienten mit tief sitzender Bronchitis haben außerdem gute Erfahrungen mit Akupunktur gemacht.

Vorbeugung

Ein schwaches Immunsystem ist der beste Nährboden für Bronchitis. Wer die leidige Husterei vermeiden will, muss daher seine Abwehrkraft stärken. Der wirkungsvollste Schutz ist Abhärtung: Bewegen sie sich täglich an der frischen Luft, gehen Sie in die Sauna und bringen Sie Ihren Kreislauf morgens mit Wechselduschen auf Trab. Fangen Sie dabei stets warm an, dann zehn bis 15 Sekunden lang von den Füßen ausgehend kalt abduschen. Alles zweimal wiederholen. Darüber hinaus sollte man sich warm einpacken. Das betrifft vor allem die Füße.

Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren gilt: Halten Sie Abstand zu erkälteten Menschen, begeben Sie sich - vor allem in der kalten Jahreszeit - nicht in die Nähe von Menschenansammlungen und waschen Sie sich öfters am Tag die Hände.

Außerdem sollte man trockene Raumluft vermeiden und gegebenenfalls feuchte Tücher über die Heizung hängen. Aber auch Vitamine sind wichtig, vor allem Vitamin C. Aus diesem Grund sollte frisches Obst und Gemüse täglich auf dem Speiseplan stehen.

Schützen Sie Ihre Atemwege vor Schadstoffen wie Abgase und staubiger Luft. Verzichten Sie auf Nikotin. Wer sich noch besser wappnen will, kann zu Substanzen wie Echinacea greifen, die das Immunsystem zusätzlich stärken.

Und: Schützen Sie Ihre Atemwege vor Schadstoffen. Verzichten Sie auf Nikotin und schützen Sie sich vor Abgasen oder staubiger Luft. Wer sich noch besser wappnen will, kann zu Substanzen wie Echinacea greifen, die das Immunsystem zusätzlich stärken.

(CI) 13.02.2005

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