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Krankheiten

Ulcus molle (weicher Schanker)

Ulcus Molle, besser bekannt als "weicher Schanker", kommt in Europa nur noch selten vor. In tropischen und subtropischen Ländern hingegen ist die Geschlechtskrankheit noch weit verbreitet. So kann es Fernreisetouristen passieren, dass sie ein unangenehmes Souvenir mit nach Hause bringen. Auffällig ist, dass mehr Männer als Frauen von der bakteriellen Infektionskrankheit betroffen sind. Mit Antibiotika lässt sich der weiche Schanker gut behandeln.

Symptome

Nach etwa zwei bis 10 Tagen treten die ersten Symptome auf. Abhängig davon, wo die Erreger eindringen, entwickeln sich im Genitalbereich kleine Eiterbläschen. Ein paar Tage später bildet sich ein weiches, eitriges Hautgeschwür aus. Dieses ist sehr schmerzhaft und kann bei Berührung bluten. Zusätzlich schwellen die Lymphknoten stark an.

Nach einigen Wochen klingen die Beschwerden auch unbehandelt wieder ab. Doch die Erreger verbleiben im Körper und können sich über die Lymphbahnen verteilen und in anderen Schleimhäuten ansiedeln. Wird das Ulcus Molle nicht behandelt, können sich Harnröhreninfektionen, eitrige Lymphknotenentzündungen, Fisteln oder eine Vorhautverengung bilden.

Ursachen

Erreger des Ulcus Molle ist das Bakterium "Haemophilus ducreyi". Die Übertragung erfolgt in erster Linie über vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr. Die Bakterien breiten sich über die Lymphbahnen im Körper aus.

Diagnose

Der Erreger, also das Bakterium Haemophilus ducreyi, wird mikroskopisch nachgewiesen. Der Arzt macht hierfür einen Abstrich vom Geschwür. Zusätzlich kann eine Bakterienkultur angelegt werden.
Die Syphilis (harter Schanker) zeigt ähnliche Symptome. Deshalb sollte zur Sicherheit ein Bluttest durchgeführt werden, um eine gefährliche Syphilisinfektion auszuschließen.

Behandlung

Ulcus Molle lässt sich sehr gut mit Antibiotika therapieren. Es ist ratsam, dass der Partner untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt wird, um eine Neuansteckung zu vermeiden.
Wichtig: Der Patient sollte sexuell enthaltsam leben, bis die Infektion laut Arzt ausgeheilt bzw. nicht mehr ansteckend ist.

Alternative Heilmethoden

Es gibt bislang keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

Vorbeugung

Es existiert kein Impfstoff. Geschützter Sex ist die beste Prophylaxe. Die Benutzung eines Kondoms beugt zudem anderen Geschlechtskrankheiten vor. Je häufiger der Sexualpartner gewechselt wird, desto größer ist die Infektionsgefahr.
Betroffene bauen keine Immunität gegen den Erreger auf. Sie können sich immer wieder infizieren.

(CI) 13.02.2005

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