Ernährung
Schlimmer Schimmel auf dem Käse
Weg damit
Schimmel bildet sich, weil der Käse entweder zu alt ist oder falsch gelagert wurde. Wenn Weich-, Schnitt- oder Frischkäse erst mal mit dem weiß-blauen Pelz überzogen ist, gehört er nicht mehr in den Magen, sondern in den Biomüll. Der Grund: Die Schimmelpilze produzieren gesundheitsschädigende Gifte. Auch die Schimmelsporen sind nicht ohne. Sie können zu heftigen allergischen Reaktionen führen. Leicht verschimmelter Hartkäse muss nicht unbedingt entsorgt werden. Es reicht häufig, wenn der verdorbene Teil großzügig rausgeschnitten wird. Das funktioniert allerdings nicht bei den anderen Sorten. Bei diesen kann man mit bloßem Auge nicht erkennen, wie weit der Schimmel den Käse bereits durchdrungen hat.
Her damit
Nicht immer ist Schimmelbelag ein Fall für die Mülltonne. Bei bestimmten Käsesorten ist er sogar erwünscht. Egal ob Gorgonzola, Camembert oder Brie, hier sind die Schimmelkulturen das I-Tüpfelchen. Sie schützen den Käse nicht nur vor dem Austrocknen, sondern geben ihm auch geschmacklich eine ganz besondere Note. Der Edelschimmel enthält zudem jede Menge Vitamin B.
Gut zu wissen
Je geringer der Wassergehalt, desto länger ist der Käse haltbar. So verdirbt ein Frischkäse wesentlich schneller als z. B. Gouda oder Parmesan. Wer möglichst lange Freude an seinem Käse haben möchte, sollte ihn am Stück aufbewahren, Scheiben trocknen schneller aus. Packen Sie ihn in Alu- oder Frischhaltefolie ein. Allerdings nicht luftdicht verschließen, sonst kann der Käse nicht mehr atmen. Die meisten Sorten sollten kühl gelagert werden, etwa zwischen 4° C und 12° C. Im Kühlschrank ist der Käse im Gemüsefach bestens aufgehoben. Dort herrscht eine Durchschnittstemperatur von etwa 9 C°. Noch ein Tipp für Genießer: Nehmen Sie den Käse eine gute halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank. Denn sein volles Aroma entfaltete er erst, wenn er sich auf Zimmertemperatur erwärmt hat.
(CI) 06.06.2006

