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Netzhautablösung (Amotio retinae)

Es beginnt eigentlich ganz harmlos. Man sieht Blitze, wo keine sind. Später scheint ein Schwarm Mücken durchs Auge zu schweben. Diese Anzeichen jedoch können die Vorboten für eine kleine Katastrophe sein: Sie deuten an, dass sich die Netzhaut ablöst. Ohne Behandlung droht der Verlust des Augenlichts.

Wer solche Symptome hat, sollte daher unverzüglich zum Augenarzt gehen. In vielen Fällen kann man die Netzhaut mit dem Laser wieder befestigen. Je früher das Leiden behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Häufig betroffen sind von dieser Erkrankung Menschen mit Kurzsichtigkeit.

Symptome

Die ersten Warnsignale sind Lichtblitze, die durchs Sehfeld zucken. Später sieht man kleine schwarze Punkte, die an einen Mückenschwarm oder einen Russregen erinnern. Zu den weiteren typischen Anzeichen gehören Erscheinungsbilder wie Spinnweben oder aufsteigende Rauchfahnen.

Löst sich dann aber die Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens ab, kommt es sehr schnell zu einer Verschlechterung des Sehvermögens. Irgendwann senkt sich ein schwarzer Vorhang über das Sehfeld oder eine schwarze Wand steigt auf. Im Endstadium erblindet der Patient.

Ursachen

Eine Netzhautablösung wird meist durch degenerative Veränderungen im Alter, starke Kurzsichtigkeit zwischen -6 und - 8 Dioptrien, Operationen des Grauen Stars oder Augenverletzungen ausgelöst.
Weitere Risikofaktoren für eine Netzhautablösung sind: diabetische Netzhautveränderungen, Entzündungen oder Tumore. Außerdem besteht eine genetische Veranlagung. Allerdings ist das Augenleiden verhältnismäßig selten. Es ereilt nur einen von 10.000 Menschen.

Diagnose

Löcher oder Risse in der Netzhaut kann der Augenarzt durch eine Untersuchung des Augenhintergrunds feststellen. Bei der so genannten Augenspiegel-Untersuchung wird zunächst die Pupille mit speziellen Augentropfen geweitet. Dann richtet der Mediziner einen Lichtstrahl auf das Auge und untersucht die Netzhaut von außen mit einem Spiegel oder einem Kontaktglas. Ist die Sicht durch Blutungen im Glaskörper versperrt, kommt Ultraschall zum Methode.

Behandlung

Die Therapie hängt vom Ausmaß des Schadens ab. Viele Patienten haben kleinere Netzhautlöcher, die auch von alleine wieder mit der Unterlage verwachsen. Dennoch stellen sie eine potentielle Gefahr dar. Man sollte sie daher prophylaktisch mit dem Laser behandeln lassen. Hierbei wird das Areal um das Loch herum mit der darunter liegenden Schicht quasi verschweißt. Der Eingriff erfolgt direkt durch die Pupille unter örtlicher Betäubung. Meist ist die Angst vor dem kleinen Eingriff viel größer, als alles andere. Er ist zwar etwas unangenehm, lässt sich aber im Allgemeinen recht gut aushalten. Allerdings gibt es auch Risiken. So kann es unter anderem zu Blutungen der Netzhaut kommen. Diese Gefahr ist jedoch viel geringer als die einer Netzhautablösung.

Liegt ein größerer Schaden vor, werden die Schichten durch eine Kältebehandlung miteinander verklebt. Hat bereits eine Ablösung stattgefunden, ist muss operiert werden.
Generell gilt: Je früher die Behandlung erfolgt und je weiter der Riss von der Stelle des zentralen Sehens entfernt liegt, desto besser sind die Chancen auf einen Therapieerfolg.

Alternative Heilmethoden

Eine Netzhautablösung ist ein medizinischer Notfall und muss sofort vom Augenarzt nach den Methoden der Schulmedizin behandelt werden. Augenakupunktur kann jedoch als begleitende Maßnahme die zukünftige Entwicklung positiv beeinflussen.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung ist, seinen Augenhintergrund ab 40 Jahren regelmäßig untersuchen zu lassen. Das gilt insbesondere für Diabetiker, stark Kurzsichtige und Menschen mit genetischer Veranlagung. Werden bei einer Untersuchung Netzhautlöcher entdeckt, sollte man sie prophylaktisch mit dem Laser behandeln. Ansonsten gilt: Bei den ersten Symptomen sofort zum Arzt.

(CI) 13.02.2005

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