Gesundheit
Kopfschmerzen: Trinken statt Tablette
Wenig Wasser, viel Schmerz
Der Neurologe Dr. Joseph N. Blau ging in Studien dem Kopfschmerz auf den Grund. Er fand heraus, dass Wassermangel zu einer Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen führen kann. Er vermutet, dass dann nicht nur der Körper austrocknen kann, sondern auch das Gehirn. Die Folge sind Fehlfunktionen der Nervenzellen. Diese können wiederum zu Kopfschmerzen oder sogar Migräne führen.
Flüssige Hilfe
Sie leiden unter Kopfschmerzen? Dann versuchen Sie sich zu erinnern, wie viel Sie heute bereits getrunken haben. War es relativ wenig, könnte Wassermangel der Grund für den Schmerz sein. Trinken Sie zügig einen halben bis ganzen Liter Wasser. Idealerweise ohne oder nur mit wenig Kohlensäure. Bei vielen setzt die Schmerzlinderung bereits nach etwa 30 Minuten ein. Spätestens nach drei Stunden müssten die Beschwerden verschwunden oder zumindest merklich besser geworden sein. Vorausgesetzt natürlich, dass die Kopfschmerzen durch Wassermangel hervorgerufen wurden. Ein Versuch ist die flüssige Medizin alle Male wert. Schließlich ist Wassertrinken gesünder als Tablettenschlucken. Doch denken Sie daran: Ist der Kopfschmerz nicht nach einer halben Stunde besser geworden, ist die Tablette der nächste Schritt. Denn jeder Schmerz prägt sich in das Schmerzgedächtnis ein und neuer kann schneller wieder kommen.
Tipp: Beugen Sie den Kopfschmerzen vor. Trinken Sie täglich mindestens 1/2 bis 2 Liter. Nach dem Sport, einem Saunabesuch oder einem heißen Sommertag sollten Sie jedoch wesentlich mehr trinken. Schließlich muss die ausgeschwitzte Flüssigkeit dem Körper wieder zugeführt werden.
( CI) 24.05.2006

