Sexualität
Sex hält rundum fit
Allheilmittel
Er macht Spaß und ist gesund! Sex als Allheilmittel für Körper und Seele. Dr. Ted Melvenna aus San Francisco hat in einer Langzeitstudie 90.000 Amerikaner und ihr Sexleben untersucht. Dabei kam er zu dem freudigen Ergebnis, dass das Wohlbefinden, welches durch Erotik und Leidenschaft ausgelöst wird, das Immunsystem auf Touren bringt.
In unserem Körper geht es hoch her, wenn wir mal so richtig in Fahrt kommen. Schon beim Vorspiel wird unser größtes Sinnesorgan verwöhnt: die Haut. Streicheln und Massieren stimuliert die Nerven mit dem angenehmen Effekt, dass das Antistresshormon Endorphin ausgeschüttet wird. Die Atmung wird tiefer, Körper und Geist können relaxen. Schmerzen werden gelindert.
Hormonparty
Nachdem Kuscheln will der Körper mehr. Und wenn alles hinhaut, erreicht die Lust bald ihren Höhepunkt. Die Hormonzentrale in unserem Gehirn (Hypothalamus) gerät jetzt völlig aus dem Häuschen. Die körpereigenen Rauschmittel bringen uns buchstäblich um den Verstand: Da wäre das für Orgasmen zuständige Dehydroepiandrosteron (DHEA) und Oxytocin, ein Glückshormon. Und nicht ganz unwichtig bei der Hormonparty ist das Phenylethylamin, besser bekannt als Liebeshormon. Dieses Hormon-Trio hat einen kurzen, aber starken Auftritt. Für etwa ein, zwei Minuten durchfluten die "selbstgemachten" Stimmungsmacher den gesamten Körper.
Sex macht schön
Die regelmäßige Ekstase soll sich, laut Experten, sogar auf das Aussehen auswirken. Kleine Fältchen könnten einfach "weggeliebt" werden. Denn beim lustvollen Rumgetobe werden Östrogen und Progesteron gebildet. Diese Hormone sorgen unter anderem für eine gute Durchblutung der Haut und beugen ihrer Austrocknung vor. Das Bindegewebe wird gestärkt - die Haut wird glatt und prall. Nicht umsonst sagt man: "Du siehst aber toll aus, hast du dich verliebt?"
Wissenschaftlich belegt
Untersuchungen haben gezeigt, dass regelmäßiger Sex bei Frauen den Hormonhaushalt reguliert, prämenstruelle Beschwerden lindert und angeblich auch die Fruchtbarkeit erhöht. Ob nun für Männlein oder Weiblein, laut US-Forscher gilt: Lieber Sex als Vitaminpillen. Denn auf lange Sicht stärkt die Lust die Immunabwehr des Körpers.
Das beim Sex ausgeschüttete Oxytocin hemmt zum Beispiel die Wirkung des Stresshormons Cortisol auf Gehirn und Kreislauf für einige Tage. In dieser Zeit werden vermehrt weiße Blutkörperchen, die körpereigene Gesundheitspolizei, gebildet. "Verordnet" wird zweimal Sex pro Woche, um den Körper fit zu halten.
(CI) 13.02.2005

