Erste Hilfe
Erfrierungen
Symptome
Erster Grad:
Haut ist blass-gräulich oder bläulich-rot, kalt und gefühllos; nach Erwärmung: Haut rötet sich, starke, brennende Schmerzen und ein Kribbeln treten auf
Zweiter Grad:
Haut schwillt an, es bilden sich Bläschen
Dritter Grad:
Haut ist völlig weiß, hart und gefühllos; innerhalb weniger Tage verfärbt sie sich blauschwarz und stirbt ab
Erste-Hilfe-Maßnahmen
- Bringen Sie die Person so schnell wie möglich in das nächste Krankenhaus (Impfbuch nicht vergessen).
- Ist das nicht möglich, rufen Sie den Notarzt (112) und beginnen sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen.
- Bringen Sie den Patienten an einen warmen Ort.
- Ziehen Sie nasse und kalte Kleidung aus und hüllen Sie ihn in warme Decken.
- Achtung: Haut nicht massieren oder rubbeln! Das kann die Haut weiter schädigen.
- Bei nicht in die Tiefe gehenden Erfrierungen: Kleidung und Schuhe öffnen
- Geben Sie dem Patienten warme, gut gezuckerte Getränke (z. B. Tee).
- Sind nur einige Stellen betroffen, müssen diese bewegt werden (gilt nicht für Füße).
- Wärmen Sie die betroffenen Stellen an Ihrem Körper. Beispiel: Ist eine Hand betroffen, schieben sie diese unter die Kleidung in Ihre Achselhöhle.
- Legen sie ein warmes, möglichst steriles, sauberes Tuch auf die betroffene Stelle.
Bei schweren Erfrierungen/Unterkühlungen:
Wenn das Kältezittern vorbei ist, tritt Muskelstarre ein. Das Schmerzempfinden lässt nach, der Betroffene wird zunehmend müde und schließlich bewusstlos. Im weiteren Verlauf können Atem- und Kreislaufstillstand eintreten. Ist dieses Stadium erreicht:
- Notarzt (112) rufen
- Keine weiteren Aufwärmversuche unternehmen: Bei unsachgemäßer Behandlung kann der Körper weiter abkühlen, der Patient sterben.
- Prüfen Sie, ob der Patient bewusstlos ist. Reagiert er nicht auf lautes Ansprechen oder Schütteln an der Schulter, ist er bewusstlos.
- Bei Bewusstlosigkeit: Bringen Sie den Körper in die stabile Seitenlage und decken den Körper mit warmen Decken zu.
- Ständig Puls und Atmung kontrollieren.
- Ist Atemstillstand eingetreten, müssen Sie die Mund-zu-Nase oder Mund-zu-Mund-Beatmung anwenden.
( CI) 13.02.2005

