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Männer specken schneller ab

SIE will abspecken, ER auch. Gemeinsam wollen sie den Kampf gegen überflüssige Kilos aufzunehmen. Gemeinsam wollen sie leckeren Versuchungen widerstehen. Das Paar ist sehr diszipliniert. Die Ernährung wird umgestellt und regelmäßiger Sport gehört zum Pflichtprogramm. Jetzt können die Pfunde eigentlich purzeln. Tun sie auch - aber erst mal nur beim Mann. Denn: Das so genannte starke Geschlecht nimmt schneller ab. Zumindest am Bauch. Weibliche Fettpolster an Hüften und Oberschenkeln hingegen sind ganz schön hartnäckig. Ungerecht, aber nicht zu ändern. Schließlich ist das der Wille von Mutter Natur.

Männer specken schneller ab

Männer sind "Dauerbrenner“

Warum schmelzen die Pfunde beim starken Geschlecht so schnell? Es liegt an den Muskelzellen. Davon haben die Herren nämlich jede Menge. Dafür haben sie aber wesentlich weniger Fettzellen. Bei den Frauen ist es übrigens genau umgekehrt. Die männlichen Muskelzellen sind sehr aktiv und verbrennen reichlich Energie, selbst beim Nichtstun. Setzt der Mann dann tatsächlich Fett an, geschieht dies vor allem am Bauch. Und dort geht es auch relativ schnell wieder weg - sofern sich der Bauchträger diszipliniert ernährt. Männerbäuche schmelzen so schnell dahin, weil sie für die Natur unbedeutend sind. Die Speckrollen haben keine Funktion. Bei der Frau hingegen sind alle Polster, Rollen und Kurven so geplant. Bei einer Schwangerschaft dienen sie als Reserve für Hungersnöte. Deshalb wehren sich die weiblichen Fettdepots auch so ausdauernd gegen jeden Abspeckversuch.

Gefährliches Bauchfett

Trotz hyperaktiver Muskelzellen gelingt es nicht allen Männern rank und schlank zu bleiben. Der beliebteste und auch gefährlichste "Treffpunkt“ für männliche Fettansammlungen ist der Bauch. Doch Vorsicht: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Bauchfett besonders ungesund ist. Je weiter der Gürtel geschnallt werden muss, desto größer das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Diätberater warnen, dass Männer ab 94 cm und Frauen ab 80 cm Gürtelumfang besonders gefährdet seien. Wer es genauer wissen will, kann seinen "Waist-To-Hip-Ratio“ ausrechnen. Der gibt das Verhältnis Hüfte/Bauch an: Der Taillenumfang wird durch den Hüftumfang geteilt (in cm). Ab einen "Waist-To-Hip-Ratio“ von 0,8 wird es bei Frauen brenzlig, bei Männern ab 1,0. Dann heißt es, ran an den (Bauch-) Speck.

(CI) 16.05.2006

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