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Sonnenspezial

Endlich ist sie da, die Sonne. Das erste sonnige Wochenende lockte die Menschen zum Grillen, Schwimmen und Sonnenbaden. Doch die Sonne bringt nicht nur Freude. Zu viel genossen, können die Folgen verheerend sein: Heller oder schwarzer Hautkrebs. Fast jeder kennt mittlerweile den schwarzen Hautkrebs. Doch viel häufiger tritt der helle Hautkrebs auf. Jedes Jahr werden mehr als 120.000 Neuerkrankungen registriert.

Doch wie erkenne ich Hautkrebs, was kann ich vorbeugend tun, welche Behandlungsmethoden gibt es derzeit? Unser Experte, der Dermatologe Dr. med. Holger Petering hat für Sie die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema beantwortet.

Was ist Hautkrebs?

Das Wort "Krebs" ist eine Sammelbezeichnung für bösartige Geschwulsterkrankungen, die in allen Organen vorkommen können. Allen ist gemeinsam, dass einzelne Zellen dieser Organe "entarten", d.h. in einen Zustand übergehen, in dem sie sich ungehemmt teilen.

Wie entsteht Hautkrebs?

Krebsentstehung ist ein sehr komplexer Vorgang, den wir auch heute noch nicht in allen Einzelheiten verstehen. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Zelle sich nicht plötzlich und spontan, also gewissermaßen "von alleine" in eine Krebszelle verwandelt. Es bedarf dazu eines oder mehrerer Faktoren von außen. Solche Faktoren sind oft chemische Stoffe oder physikalische Strahlen. Bekannte Beispiele sind bestimmte Inhaltsstoffe des Teers aus dem Zigarettenrauch oder radioaktive Strahlung.

Es gibt Ausnahmen von diesem Prinzip. Vereinfacht und zugespitzt kann man sagen: für Hellen Hautkrebs ist die UV-Strahlung der Sonne der Auslöser. Bei schwarzem Hautkrebs können zusätzlich auch andere Faktoren der Auslöser sein.

Welche Hautkrebsarten gibt es?

Der bekannteste Hautkrebs ist zweifelsfrei der "Schwarze Hautkrebs", das maligne Melanom. Er ist der gefährlichste Hautkrebs und deswegen so bekannt geworden, weil seine Häufigkeit Jahr für Jahr stark zu nimmt und ein zu spätes Entdecken lebensbedrohlich sein kann. Seit langem beschäftigt sich die dermatologische Forschung intensiv mit diesem Krankheitsbild bislang jedoch ohne das maligne Melanom im Spätstadium endgültig bekämpfen zu können. Viel häufiger als der schwarze sind die so genannten "hellen" Hautkrebsarten - der Basalzellkrebs, der Stachelzellkrebs und ihre Vorstufen die Aktinischen Keratosen.

Was ist der schwarze Hautkrebs?

Der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) geht aus den pigmentbildenden Zellen hervor. Die meist dunkle Färbung der Hautveränderung ist auch schon das wichtigste Erkennungsmerkmal. Allerdings haben fast alle Menschen viele "braune Flecken", "Leberflecken" oder "Muttermale". Die meisten davon sind kein Melanom. Für die Beurteilung, ob eine solche Hautveränderung möglicherweise doch ein Melanom sein könnte, liefert die Untersuchung der Haut nach der so genannten "ABCDE-Regel" Hinweise.

Was ist Basalzellkrebs?

Der Basalzellkrebs ist inzwischen der häufigste Krebs des Menschen überhaupt. Seine Haupt-Ursache ist das Sonnenlicht. Er entsteht zuerst in besonderen, tiefer gelegenen (basalen) Zellen der Oberhaut, die in der Nähe von Haarwurzeln vorkommen. Der Basalzellkrebs ist von Anfang an ein Hautkrebs und kann überall an der Haut auftreten. Bevorzugt jedoch an Stellen, die stark der Sonne ausgesetzt sind wie z.B. das Gesicht. Der Basalzellkrebs ist nicht oder nur sehr selten in der Lage, Metastasen zu bilden, dafür hat er aber eine andere, sehr unangenehme Eigenschaft: er wächst sehr aggressiv und zerstörerisch. Er durchdringt alle Hautschichten und kann sogar in den darunter liegenden Knochen eindringen und diesen zerstören.

Was ist Stachelzellkrebs?

Der Stachelzellkrebs (auch: Spinaliom oder spinozelluläres Karzinom) kommt ein Drittel so häufig vor wie der Basalzellkrebs. Er ist aber gefährlicher, weil er die Neigung hat, Metastasen zu bilden. Auch bei dieser Krebsart gilt, wie beim malignen Melanom: rechtzeitig erkannt, ist er heilbar!

Was sind Aktinische Keratosen?

Wenn die Sonne über längere Zeit auf die Haut eingewirkt hat, haben sich schließlich einzelne Zellen der Oberhaut (Keratinozyten) so verändert, dass sie nicht mehr in der Lage sind, sich am normalen Erneuerungs- und Verhornungsprozess zu beteiligen. Man sagt, die Zellen haben einen aktinischen (Sonnenlicht-) Schaden erlitten. Sie sind dann zu Fremdkö

( HP/CI) 08.05.2006

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