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Die Milch macht's

In den ersten vier bis sechs Monaten braucht Ihr Baby nur Milch und Zuneigung, um zu wachsen und sich wohl zu fühlen - und sonst gar nichts. Wenn Sie stillen können - wunderbar. Wenn nicht, gibt es gute Alternativen.

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Die Milch macht's

Mamas Wunderelixier

Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt. Die Zusammensetzung ändert sich auf wundersame Weise ständig: So ist die Muttermilch für Neugeborene anders als für Babys mit zwei oder drei Monaten. Morgenmilch anders als Abendmilch, ja sogar während der Stillmahlzeit verändert sich die Milch. Nämlich von eher dünnflüssig, wenn das Baby durstig zu saugen beginnt, bis zu sättigend und gehaltvoll gegen Ende der Mahlzeit.

Was die Muttermilch so wertvoll macht

Neben einer wohl abgestimmten Nährstoffkombination aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen, enthält die Muttermilch einen Cocktail von Abwehrstoffen, die Babys Immunsystem aufbauen. Stillen ist einfach praktisch, die Milch bestens "verpackt" und immer verfügbar. Beim Nuckeln bekommt der neue Erdenbürger nicht nur Nahrung, sondern auch Zuwendung, Hautkontakt, Nestgefühl und Sicherheit.

Keine Angst vor Fertignahrung

Weil Muttermilch von der Natur so genial konzipiert wurde, tüfteln Wissenschaftler schon lange daran, sie in Fertignahrungen optimal "nachzubauen". Frauen, die nicht stillen können - oder wollen - brauchen deshalb keine Angst zu haben, dass ihr Kind schlechter gedeiht. Sie sollten sich ja nicht die Mühe machen, Milch (auf der Basis von Kuhmilch) selbst herzustellen. Die im Labor erprobte Nahrung ist besser auf den kleinen Organismus abgestimmt.

Auf den Zusatz kommt es an

Einen Vorteil hat das Fläschchen sogar: Der Papa kann von Anfang an eine tragende Rolle bei Babys Ernährung übernehmen und dem Kind genauso Wärme und Geborgenheit vermitteln, wie die Mama. Wer Babynahrung einkaufen möchte, hat eine ganze Palette von Fertigprodukten zur Auswahl. Im Grunde müssen Sie aber nur auf drei verschiedene Nahrungstypen achten:

  • Säuglingsanfangsnahrung mit dem Zusatz "Pre" oder der Ziffer 1
  • Folgenahrung ab dem fünften Lebensmonat, gekennzeichnet mit der Ziffer 2
  • Antigenreduzierte Nahrung für allergiegefährdete Babys, gekennzeichnet mit dem Zusatz HA (1 oder 2)

Die Pre-Nahrung ist der Muttermilch von ihrer Konsistenz und Zusammensetzung her am ähnlichsten. Sie enthält als einziges Kohlenhydrat Milchzucker (Laktose). Pre-Nahrung ist dünnflüssig und sättigt nicht so stark wie die Folgemilch. Das Baby darf so oft und so lange trinken, wie es Lust hat - genau wie beim Stillen.

Probieren geht über Studieren

Auch Fertignahrung mit der Ziffer 1 darf das Baby von Anfang an bekommen. Neben dem Milchzucker enthält sie einen geringen Stärkeanteil (ca. 2 %). Der macht die Milch etwas sämiger und hält das Baby länger satt. "In der Regel empfehle ich Müttern, mit der Pre-Nahrung zu beginnen", erklärt Ernährungsberaterin Ute Körner aus Hamburg. "Was viele Eltern nicht wissen: Die Pre-Nahrung können sie durchaus bis zum Ende des ersten Lebensjahres geben, ab dem fünften Monat natürlich zusammen mit Brei", so Körner. Hat die Mutter den Eindruck, dass ihr Baby nach einigen Wochen nicht mehr richtig satt wird, kann sie es einmal mit der 1er-Nahrung probieren.

Allergien vorbeugen

Die Folgemilch (mit der Ziffer 2) ist, wie der Name schon sagt, der Muttermilch nicht mehr so stark angepasst. In ihr steckt ein höherer Stärkegehalt, der Babys satt macht. Nach dem fünften Lebensmonat können Mütter auf Folgemilch umstellen, müssen es aber nicht.

Säuglinge, die stark allergiegefährdet sind (familiäre Veranlagung), sollten eine spezielle hypoallergene Nahrung erhalten. Das Besondere an dieser Nahrung, die das Kürzel HA trägt: Kuhmilchprotein, das leicht Allergien auslösen kann, wird in kleine Bausteine gespalten und somit als potentieller Allergieauslöser "entschärft".

(CI) 13.02.2005

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