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Krank im Urlaub - nie ist man sicher

Dumm gelaufen: Ausgerechnet im Urlaub werden Sie krank. Durchfall, Sonnenallergie oder Herpes können Ihnen den Urlaub gründlich vermiesen. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie typische Urlaubskrankheiten vermeiden.

Sie sind im Süden, können aber nicht in die Sonne, weil Ihre Haut mit roten, juckenden Pusteln übersät ist. Sie haben Zeit und wollen Ausflüge machen, kommen aber nicht von der Toilette herunter. Ganz schön frustig, wenn die Freude am Urlaubsspaß so endet.

Vorbeugen ist immer besser als im Schlammassel zu sitzen. Regel Nummer eins heißt: Lassen Sie sich Zeit, um sich auf das neue Klima einzustellen, an die starke Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, die guten Vorsätze für mehr Sport umzusetzen. Denn in der Euphorie der ersten Urlaubstage überfordern wir häufig unseren Körper.

Haut

Zu viel Sonne kann aus Ihnen nicht nur eine "Rothaut" machen, sondern Ihnen auch eine Sonnenallergie bescheren. Ursachen dafür sind meistens nicht wirklich Allergene, sondern die Lichtdermatose.

Krank im Urlaub - nie ist man sicher

Fachleute sprechen von einer Lichtdermatose, wenn die Haut (vor allem am Dekolleté und im Gesicht) auf ungewohnt starke UV-Strahlung mit Juckreiz oder Bläschen bis hin zu Quaddeln reagiert. Behandeln lassen sich die Symptome allerdings wie eine Allergie, zum Beispiel mit Kalziumpräparaten oder Antihistaminika. Aber vor allen Dingen heißt es: zunächst einmal völliger Sonnenentzug.

Auch die "Mallorca-Akne" ist keine "echte" Akne. Die so getaufte Form der Lichtempfindlichkeit hat zwei Gründe: UV-A-Strahlen führen in Kombination mit Fetten oder Emulgatoren aus Hautpflegemitteln zu der Überreaktion. Betroffene sollten deshalb statt Lotion, Milch oder Öl besser fettfreies Sonnengel verwenden. Auch alle anderen Hautpflegeprodukte müssen fett- und emulgatorfrei sein. Beim Sonnenschutzmittel ist es wichtig, dass es sowohl UV-A- als auch UV-B-Lichtschutzfilter enthält.

Ein weiterer Faktor: Einige Medikamente können die Lichtempfindlichkeit noch weiter erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Sulfonamide (gegen Bakterien) oder bestimmte Antibiotika. Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie in den Urlaub fahren, ob die Medikamente, die Sie einnehmen müssen, eine Lichtempfindlichkeit auslösen können.

Betakarotin, Folsäure oder Nicotinamid sind Stoffe, welche die Lichtempfindlichkeit herabsetzen. Es lohnt sich, entsprechende Präparate (in der Apotheke erhältlich) circa zwei Wochen vor Urlaubsbeginn einzunehmen.

Magen

Aber nicht nur die Haut, auch der Darm spielt im Urlaub oft verrückt. Ungewohnte Speisen und fremde Toiletten rufen bei vielen eine hartnäckige Verstopfung oder genau das Gegenteil hervor. Bei trägem Darm sollten Sie zunächst den Braten, fette Saucen und verlockende Nachtische zumindest teilweise durch Obst und Gemüse ersetzen. Ballaststoffe, die in diesen gesunden Lebensmitteln stecken, bringen den Darm wieder so richtig in Schwung. Und: Kurbeln Sie den Stoffwechsel an, indem Sie viel trinken - am besten kalorienarme Getränke wie Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen, Kräuter- oder Früchtetees. Für den Fall, dass Sie schon im häuslichen Bereich öfter Probleme haben, sollten Sie sich von Ihrem Arzt ein Abführmittel für Ihre Reiseapotheke verschreiben lassen oder den Apotheker um Rat fragen.

Je nach Reiseziel leiden bis zu 50 Prozent aller Urlauber zwischendurch an einer Magen-Darm-Infektion mit Durchfall. Denn bei warmen Temperaturen vermehren sich Bakterien und Viren, die eine solche Infektion auslösen, sehr viel schneller. Auch sind die Hygienemaßstäbe in bestimmten Urlaubsländern oft andere als zu Hause.

Ganz wichtig: Wer Durchfall hat, verliert Mineralstoffe. Die müssen durch viel Flüssigkeit oder durch eine Elektrolytmischung aus der Reiseapotheke wieder zugeführt werden.

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Beine

Lange Flugreisen oder Autofahrten sind eine echte Strapaze für die Beine. Sie schwellen an, weil der venöse Rückfluss zum Herzen nicht mehr so recht klappt. Das liegt zum einen an der fehlenden Muskelbewegung, zum anderen an defekten Venenklappen oder Krampfadern.

Legen Sie deshalb bei Autofahrten alle 2-3 Stunden eine Pause ein, in der Sie ein paar Schritte gehen. Selbst im Flugzeug oder in der Bahn ist es möglich, die Muskelpumpe zu aktivieren. Das geht beispielsweise im Sitzen, indem Sie die Beine in die Luft halten und die Zehenspitzen abwechselnd zum Körper heranziehen und wieder strecken. Auch von innen können Sie die Venenfunktion ankurbeln. Dazu haben sich besondere Venenkapseln (aus der Apotheke), zum Beispiel mit dem Wirkstoff aus Rotem Weinlaub, bewährt.

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Sexualität

Urlaub und Sonne setzt bei den meisten Menschen das Flirtbarometer in Gang ... und die Lust auf mehr. Wer Abenteuern nicht abgeneigt ist, sollte auf jeden Fall Kondome im Gepäck haben. Sie bieten einen hohen Schutz nicht nur vor der gefürchteten Immunschwächekrankheit Aids, sondern auch vor Hepatitis B und C sowie anderen Geschlechtskrankheiten. Eins muss bei jedem Abenteuer jedoch klar sein: hundertprozentigen Schutz bietet nur Enthaltsamkeit!

Küssen ist nicht ganz so gefährlich: Da wird höchstens mal ein "schlummernder" Herpes übertragen. Denn 90 Prozent der Bevölkerung haben diesen Virus in sich. Er bricht aber nur aus, wenn das Immunsystem gerade belastet ist - zum Beispiel durch zuviel Sonne oder körperliche Überanstrengung. Viren, die beim Küssen hinüberhüpfen, sind dann der Tropfen auf dem heißen Stein. Und verhindern weitere Flirts.

(CI) 13.02.2005

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