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Ernährung

Gicht: So senken Sie Ihren Harnsäurespiegel

Die Gicht ist eine Stoffwechselkrankheit, die zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels und zur Ablagerung von Harnsäure in bestimmten Geweben und Organen führt (z.B. Gichtniere).

Runter damit!

Wer seinen Harnsäurespiegel dauerhaft senken möchte, muss zunächst auf sein Gewicht achten. Aber ohne Radikaldiät, denn Hungerkuren können einen Gichtanfall provozieren. Überflüssige Pfunde sollten möglichst sanft und dauerhaft verschwinden.

Wichtig ist vor allem eine gesunde und vor allem purinarme Ernährung. Purin ist eine organische Verbindung, die in jeder Zelle enthalten ist. Beim Nahrungsabbau wird es zu Harnsäure umgewandelt. Um den Harnsäurespiegel möglichst niedrig zu halten, sollte man täglich maximal 500 mg Purin zu sich nehmen.

Tipps für Gichtpatienten:

  • Reduzieren Sie Ihre Fleisch- und Wurstportionen auf max. 125g pro Tag. Innereien, fettreiche Fleisch- und Fischsorten haben einen sehr hohen Puringehalt (z.B. Makrele, Leber, Kalbsbries, Gans, Zervelatwurst). Wählen Sie unter den fettarmen Fleisch-, Wurst- und Fischsorten (Rinderfilet, Corned Beef, Kabeljau).
  • Bevorzugen Sie purinarme Nahrungsmittel wie fettarme Milch (z.B. Buttermilch) und magere Milchprodukte (z.B. Joghurt), Eier, Obst, Gemüse, Salate und Getreideprodukte.
  • Vorsicht, auch Gemüse ist nicht frei von Purinen.. So haben Hülsenfrüchte, grüne Erbsen, Spinat, Sojabohnen sowie Weizenkeime einen hohen Gehalt.
  • Trinken Sie reichlich, mindestens 2-3 Liter täglich. Ideal sind kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser, Tee, oder ungesüßte Früchtetees.
  • Auf Alkohol - vor allem Bier - sollten Sie weitgehend verzichten.
  • Wählen Sie fettsparende Zubereitungsarten wie Dünsten, Grillen, Garen in der Mikrowelle, Folie oder im Tontopf.
  • Gießen Sie das Kochwasser von Fleisch, Fisch und Gemüse ab, da Purine ins Kochwasser übergehen.


(CI) 13.02.2005

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