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Koffein und Sport vertragen sich nicht

Vor dem Joggen auf die Schnelle noch eine Tasse Kaffee. Viele gönnen sich vor dem Sport eine Extraportion Koffein. Um wach zu werden, oder weil es einfach nur schmeckt. Eine äußerst ungesunde Angewohnheit. Das ergab jetzt eine Studie von Prof. Dr. Philip Kaufmann und seinen Kollegen von der Universität Zürich. Wer vor einer körperlichen Anstrengung Koffein zu sich nimmt, beeinträchtigt damit die Blutversorgung des Herzens. Besonders groß ist die Belastung bei Menschen, die unter einer koronaren Herzkrankheit oder Arteriosklerose leiden.

Koffein und Sport vertragen sich nicht

Kaffee-Studie

An der Studie der Schweizer Wissenschaftler nahmen 18 junge Erwachsene teil. In der ersten Testphase mussten sich die Probanden auf einem Heimtrainer austoben, nachdem sie 36 Stunden koffeinfrei waren. Acht Teilnehmer durften dabei nur verdünnte Luft einatmen mit einem Sauerstoffgehalt von 12,5 Prozent. Das entspricht in etwa der mangelhaften Sauerstoffaufnahme eines Menschen, der unter einer koronaren Herzkrankheit oder Arteriosklerose leidet.

In der zweiten Versuchsphase wurde dann allen Teilnehmern kurz vor dem Sport Koffein verabreicht. Die Koffeinmenge, die etwa zwei Tassen Kaffee entsprach, reichte bereits, um die Elastizität der Herzkrankgefäße zu beeinträchtigen. Die Herzdurchblutung verschlechterte sich. Bei den Teilnehmern mit simulierter Herzerkrankung war die Beeinträchtigung besonders auffällig.

Die Wissenschaftler vermuten, dass das Koffein den körpereigenen Signalstoff Adenosin blockiert. Bei größeren Anstrengungen sorgt diese Substanz normalerweise dafür, dass sich die Gefäße ausdehnen. So wird dem Herzen mehr Sauerstoff zugeführt.

Übrigens: Wer Kaffee trinkt und anschließend fernsieht oder ein Buch liest, muss keine Leistungsminderung befürchten. Im Ruhezustand wirkt sich das Koffein nicht negativ auf die Herzdurchblutung aus.

(CI) 15.03.2006

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