Fitness
Koffein und Sport vertragen sich nicht
Kaffee-Studie
An der Studie der Schweizer Wissenschaftler nahmen 18 junge Erwachsene teil. In der ersten Testphase mussten sich die Probanden auf einem Heimtrainer austoben, nachdem sie 36 Stunden koffeinfrei waren. Acht Teilnehmer durften dabei nur verdünnte Luft einatmen mit einem Sauerstoffgehalt von 12,5 Prozent. Das entspricht in etwa der mangelhaften Sauerstoffaufnahme eines Menschen, der unter einer koronaren Herzkrankheit oder Arteriosklerose leidet.
In der zweiten Versuchsphase wurde dann allen Teilnehmern kurz vor dem Sport Koffein verabreicht. Die Koffeinmenge, die etwa zwei Tassen Kaffee entsprach, reichte bereits, um die Elastizität der Herzkrankgefäße zu beeinträchtigen. Die Herzdurchblutung verschlechterte sich. Bei den Teilnehmern mit simulierter Herzerkrankung war die Beeinträchtigung besonders auffällig.
Die Wissenschaftler vermuten, dass das Koffein den körpereigenen Signalstoff Adenosin blockiert. Bei größeren Anstrengungen sorgt diese Substanz normalerweise dafür, dass sich die Gefäße ausdehnen. So wird dem Herzen mehr Sauerstoff zugeführt.
Übrigens: Wer Kaffee trinkt und anschließend fernsieht oder ein Buch liest, muss keine Leistungsminderung befürchten. Im Ruhezustand wirkt sich das Koffein nicht negativ auf die Herzdurchblutung aus.
(CI) 15.03.2006

