Therapie
Transkutane elektrische Nervensimulation - kurz TENS
Weiterer positiver Effekt der TENS: Sie bewirkt eine Ausschüttung von körpereigenen "Glückshormonen" (Endorphine). Diese Hormone sind dem Morphin recht ähnlich und wirken zusätzlich schmerzlindernd. Wichtig bei diesem Verfahren ist, dass der Patient an dem Gerät geschult wird.
TENS lindert nur den Schmerz, kann aber nicht heilen. Deshalb ist es notwendig, dass die Anwendung regelmäßig durchgeführt wird. Dabei kann es natürlich passieren, dass sich der Körper an den Stromfluss gewöhnt (Toleranz) und die Schmerzlinderung nachlässt. Dann hilft oft schon eine minimale Änderung des Stromflusses oder eine Versetzung der Elektroden. Eingesetzt wird TENS z. B. bei neurogenen oder auch chronischen Schmerzen.
Vor- und Nachteile: Dieses Stimulationsverfahren hat kaum Nebenwirkungen. Schlägt es optimal an, kann der Schmerzpatient unter Umständen sogar auf Schmerzmittel verzichten. Das Gerät und die Elektroden kann der Patient selbst problemlos anlegen. Eventuell benötigen ältere Menschen dabei etwas Hilfe.
Ganz wichtig: Das Verfahren ist ortsunabhängig. Der Patient trägt das "Stimulationsgerät" am Körper und ist somit mobil. Aber bei allen Vorteilen hat das TENS-Verfahren auch Nachteile: Es kann durch die selbstklebenden Elektroden zu allergischen Reaktionen kommen. Aber auch diesem Problem kann man abhelfen - mit hypoallergenen Elektroden.
Vorsichtig sollte man bei der gleichzeitigen Benutzung eines Mobiltelefons sein, es kann dann zu Verbrennungen kommen. Für Schwangere und Träger von Herzschrittmachern ist das TENS-Verfahren nicht geeignet. Außerdem sollten Elektroden wegen Überhitzungsgefahr nicht in der Nähe von Metallimplantaten angebracht werden.
(CI) 13.02.2005

