Therapie
Psychotonic
Das Wort setzt sich zusammen aus "Psycho" (Seele) und "-tonic" (Spannung in der Muskulatur) und verbindet alte und neue Heilformen: Traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit moderner Physiotherapie (Krankengymnastik). Psychotonic ist kein Ersatz für die klassische Schulmedizin, aber eine wertvolle Ergänzung.
Wie bei anderen TCM-Heilformen steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht der Schmerz.
Die Studien des Prof. Glaser belegten, dass Schmerzen sogar Atmung und Muskulatur negativ beeinflussen. Es kommt zur Verstärkung der Beschwerden und der Teufelskreislauf beginnt. Die Patienten ziehen sich zurück - Psychotonic hilft, diesen Prozess zu stoppen und ihn umzukehren. Psychotonic kann als unterstützende Therapie bei verschiedenen Schmerzarten und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden, z. B. bei Rheuma, Arthrose oder Fibromyalgie.
Bei der Atemmassage werden die Atembewegungen des Patienten durch Berührung und Bewegung beeinflusst, Fehlspannungen abgebaut und die Schmerzempfindlichkeit nimmt ab. Bei Rückenschmerzen wird der Körper in eine schmerzfreie Lage gebracht und mit ausgewogener Kraft an der entsprechenden Stelle berührt. Dies kann eine Atemblockade beheben, dadurch lockert sich die krankhaft angespannte Muskulatur, welche die Rückenschmerzen verursacht.
Diese Atemmassage ist die Vorbereitung für die folgende Physiotherapie. Denn diese kann nur effektiv sein, wenn der Patient entspannt ist. Mit Hilfe der Krankengymnastik können dann z. B. Gelenkblockaden bei Arthrose gelöst werden.
Der dritte Psychotonic-Schritt nennt sich "kommunikative Bewegung". Mit Übungen steigert der Therapeut die Bewegungsfähigkeit des Patienten.
(CI) 13.02.2005

