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Therapie

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Heilkunde. Trotz Kritik, meist von Seiten der Schulmedizin, feiert diese außergewöhnliche Heilkunde bereits seit über 200 Jahren Therapieerfolge. Bei der Homöopathie steht der Mensch und nicht die Krankheit im Mittelpunkt und die Bedürfnisse von Körper und Seele werden gleichermaßen berücksichtigt. Eine genaue Befragung des Patienten (Fallaufnahme/Anamnese und Typ des Patienten) ist entscheidend für den Behandlungserfolg.

Die Homöopathie wirkt nach dem so genannten Simile-Prinzip: "Ähnliches mit Ähnlichem heilen". Das bedeutet: Das Krankheitsbild und die ausgewiesene Wirkung des homöopathischen Mittels sind identisch. Beispiel: Ein Patient hat leichte Verbrennungen oder Nesselsucht. Zur Behandlung wird die Brennnessel gewählt, weil sie juckende Bläschen verursacht. Die Mittel wiederum lösen also Reize aus, die den Köper anregen, sich selbst zu heilen. Man bezeichnet diese Heilkunde deshalb auch als Reiz- oder Regulationstherapie.

Homöopathische Mittel gibt es als Tropfen, Salben, Tabletten oder Globuli. Bei Globuli dienen Kügelchen aus Rohrzucker als Träger. Die Kügelchen werden mit dem Homöopathikum getränkt und oral eingenommen, denn die Mittel wirken am besten, wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Die vom Arzt vorgegebene Dosierung und Anwendung muss beachtet werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Homöopathika haben in der Regel keine Nebenwirkungen. Es kann wie bei der Akupunktur zur Erstverschlimmerung kommen. Diese Reaktion ist vorübergehend und signalisiert, das auf das Präparat reagiert und die Selbstheilungskräfte aktiviert wurden. Die Homöopathie stößt an ihre Grenzen, wenn Körper und Geist nicht in der Lage sind, auf den Reiz zu antworten.

Trotzdem sollten Sie mit einem Arzt abklären, ob die Beschwerden für eine homöopathische Behandlung geeignet sind. Wichtig ist, dass die Beschwerden sorgfaltig analysiert werden. Was sind die Auslöser? Wann kommt es zu einer Verschlimmerung oder Verbesserung der Symptome?

Homöopathie kann sowohl bei chronischen (z. B. Heuschnupfen, Allergien, Neurodermitis, Schuppenflechte, Rheuma, Depressionen) als auch bei akuten Krankheiten (z. B. Erkältung, Magen-Darmprobleme, Regelbeschwerden, Kopfschmerzen) angewandt werden.

Allergien

Bei Allergien kommt es häufig zu einem brennenden, juckenden oder stechenden Ausschlag. Diese Quaddeln bezeichnet man als Nesselsucht (Urticaria) und es können z. B. Brennnesseln (Urtica urens) eingesetzt werden. Bei Heuschnupfen mit Fließschnupfen und tränenden Augen soll die Pflanze Läusesamen (Sabadilla) lindernd wirken.

Erkältung

Wenn sich eine Erkältung mit Frösteln, Fieber und Kopfschmerzen ankündigt und bei einer einsetzenden Bronchitis kann Eisenhut (Aconitum) helfen. Dagegen kann ein grippaler Infekt mit Kuhschelle (Pulsatilla) behandelt werden.
Bei einer Sommer-Erkältung hilft - je nach Typ - meist gelber Jasmin (Gelsemium).
Eisenphosphat (Ferrum Phosphoricum) dagegen ist eines der Präparate für eine beginnende, akute Mittelohrentzündung, die sich mit pochenden Ohrschmerzen ankündigt.
Stechende Halsschmerzen, geschwollene Mandeln und Schluckbeschwerden können mit Bärlapp (Lycopodium) therapiert werden.

Rückenschmerzen

Stechende Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, ein steifer Nacken und Bewegungsschmerzen können mit der Teufelsrübe (Bryonia) behandelt werden.
Dagegen hilft Arnica bei Kreuzproblemen, die durch Überanstrengung und feuchte Kälte verursacht wurden.

Zahnschmerzen

Arnica wird ebenfalls eingesetzt bei Zahnschmerzen, die durch Zahnprobleme oder nach zahnärztlichen Behandlungen auftreten können. Bei kälteempfindlichen Zähnen kann Eisenhut (Aconitum) eingenommen werden. Bei eitrigen Wurzelentzündungen hilft meist Kieselsäure (Silicea).

Blasenentzündung

Inkontinenz, die beim Niesen und Husten entsteht, kann mit Ätzkalk (Causticum) behandelt werden. Eine akute Blasenentzündung, die sich mit schmerzhaftem Urinieren ankündigt, kann mit Eisenhut (Aconitum) therapiert werden - Blasenentzündungen durch Unterkühlung dagegen mit Nachtschatten (Dulcamara).

Bluthochdruck

Bei Arteriosklerose und Bluthochdruck begleitet von Schwindel, Herzklopfen, Müdigkeit und Schlafstörungen kann Mistel (Viscum album) helfen. Erhöhter Blutdruck bei leicht erregbaren Menschen, kombiniert mit unregelmäßigem Puls therapieren Ärzte mit Weißdorn (Crataegus).

Magenschmerzen

Bei Magenschmerzen, die sich bei Bewegung verschlechtern und mit einem berührungsempfindlichen Unterbauch einhergehen, kann die Teufelsrübe (Bryonia) eingesetzt werden. Tritt nach dem Essen saures Aufstoßen, Völlegefühl, heftige Blähungen und Druckgefühl im Magen auf, hilft Bärlapp (Lycopodium).

(CI) 13.02.2005

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