Diagnose

Rektoskopie (Mastdarmspiegelung)

Die Rektoskopie bezeichnet man auch als „kleine Darmspiegelung“. Sie wird zur Untersuchung des Mastdarms und des Analbereichs eingesetzt. Der Mastdarm ist der letzte Abschnitt des Enddarms. Das Einführen des etwa 25 cm langen Endoskops durch den After in den Darm empfinden einige Menschen als unangenehm. Die Rektoskopie ist in der Regel nicht schmerzhaft. Unter Umständen kann dem Patienten vor der Untersuchung ein leichtes Schmerz- oder Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Einsatzgebiet

Abklärung von:

  • Blut im Stuhl
  • anhaltenden oder häufig auftretenden Beschwerden beim Stuhlgang
  • Beschwerden im Analbereich

Diagnose von:

  • Darmpolypen (Adenome etc.)
  • Geschwülsten
  • Hämorrhoiden
  • Mastdarmkrebs

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • Entfernung von Polypen
  • Verödung von Hämorrhoiden
  • Entnahme von Gewebeproben (Biopsien)
  • Blutstillung
  • OP-Vorbereitung
  • Verlaufskontrolle nach Behandlungen und Operationen
  • Krebsfrüherkennung

Die Untersuchung

Der Patient erhält kurz vor der Rektoskopie einen Einlauf, um den Enddarm zu reinigen. Während der Untersuchung wird ein starres, röhrenförmiges Endoskop durch den After in den Darm eingeführt. Damit diese Prozedur für den Patienten nicht allzu unangenehm wird, wird das Endoskop mit Gleitgel eingerieben.

Das Endoskop ist unter anderem mit Licht und meist auch mit einem Bildübertragungssystem ausgestattet. So können die Aufnahmen vom Darm direkt auf einen Monitor übertragen werden. Am Endoskop lassen sich auch chirurgische Instrumente anbringen, z. B. um Gewebeproben zu entnehmen oder Polypen zu entfernen.

Während der Spiegelung wird der Darm mit Luft gefüllt. Diese Prozedur ist etwas unangenehm, verbessert jedoch die Sicht. Die Rektoskopie dauert etwa 5 bis 15 Minuten und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Eventuell erhält der Patient ein Schmerz- oder Beruhigungsmittel.

Komplikationen

Die Mastdarmspiegelung ist eine Routineuntersuchung, Komplikationen sind die Ausnahme. In seltenen Fällen kann es zu Gewebeverletzungen kommen. Auch Blutungen nach operativen Eingriffen sind möglich. Manchmal reagieren Patienten überempfindlich auf Beruhigungs- oder Betäubungsmittel.

(CI) 23.01.2006

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