Diagnose

Prick-Test

In vielen Fällen ist es schwierig, dem Allergieauslöser (Allergen) auf die Spur zu kommen. Hier kommt sehr häufig der so genannte Prick-Test zum Einsatz. Damit lassen sich vor allem Allergien des Soforttyps (Typ 1) nachweisen. Beim Typ 1 stellt sich die allergische Reaktion (z. B. Hautausschlag, Fließschnupfen) innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten nach Allergenkontakt ein. Etwa 90 Prozent aller Allergieerkrankungen fallen auf den Soforttyp.

Der Test

Dem Patienten werden auf die Haut der Unterarminnenseite etwa zehn bis 20 Lösungen geträufelt. Jede Lösung enthält ein anderes Allergen. Die Stellen werden dann oberflächlich angeritzt. Reagiert der Patient auf eine Lösung allergisch, zeigt sich im betroffenen Areal nach etwa 5 bis 30 Minuten (manchmal auch später) eine entsprechende Reaktion. Der Patient bildet z. B. Quaddeln aus, die Haut rötet sich, oder er leidet unter Juckreiz. Die Testergebnisse sind jedoch nicht eindeutig. Selbst bei einer Hautveränderung muss nicht unbedingt eine Allergie vorliegen, es kann sich auch um eine Überempfindlichkeit handeln.

Der Prick-Test ist nur eines von vielen Diagnoseverfahren, die eingesetzt werden, um ein Allergen aufzuspüren. Relativ aussagekräftig ist der Prick-Test bei einer vorliegenden Allergie gegen Tierhaare, Hausstaubmilben, Pollen und Insektengift.

Voraussetzungen

Etwa drei Tage vor einem Prick-Test sollten Antihistaminika und Kortisonpräparate abgesetzt werden. Diese Mittel verfälschen das Ergebnis, da sie die allergische Reaktion unterdrücken bzw. abmildern.

Mögliche Komplikationen

Selten können schwerere allergische Reaktionen auftreten, wie z. B. Schwindel, Erbrechen oder sogar Kreislaufversagen (anaphylaktischer Schock). Es ist daher ratsam, dass der Patient nach dem Test noch etwa eine Stunde unter ärztlicher Aufsicht steht.

(CI) 13.02.2005

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