Diagnose
Koloskopie (Dickdarmspiegelung)
Einsatzgebiet
Abklärung von:
- Auffälligkeiten im Stuhl (Blut, Schleim)
- anhaltenden oder häufig auftretenden Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung
Diagnose von:
- chronischen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn)
- Darmpolypen (Adenome etc.)
- Geschwülsten
- Dickdarmkrebs
Weitere Einsatzmöglichkeiten:
- Entfernung von Polypen
- Entnahme von Gewebeproben (Biopsien)
- OP-Vorbereitung
- Verlaufskontrolle nach Behandlungen und Operationen
- Krebsfrüherkennung
Voraussetzungen
Der Patient sollte vorab untersucht werden, um festzustellen, ob er körperlich überhaupt für eine Koloskopie geeignet ist. So muss z. B. ausgeschlossen werden, dass er unter Blutgerinnungsstörungen leidet. Bestimmte Medikamente (z. B. blutverdünnende Mittel) werden unter Umständen vor der Untersuchung abgesetzt.
Etwa drei Tage vor der Koloskopie wird der Patient zunächst auf leichte Kost umgestellt. Etwa zwei Tage vorher gibt es nur noch flüssige Nahrung. Am Tag der Darmspiegelung wird mehrmals Abführmittel verabreicht, um den Darm zu leeren. Jetzt gibt’s nur noch Wasser. Eventuell erhält der Patient ein Schmerz- oder Beruhigungsmittel.
Die Untersuchung
Bei einer Koloskopie wird ein schlauchförmiges Endoskop durch den After in den Darm eingeführt. Der Schlauch ist etwa fingerdick und sehr biegsam. Das Endoskop ist mit Licht und häufig sogar mit einem Bildübertragungssystem ausgestattet. So können die Aufnahmen vom Darm direkt auf einen Monitor übertragen werden. Oft sind auch gleichzeitig chirurgische Instrumente angebracht, um Gewebe zu entnehmen oder Polypen zu entfernen.
Bei der Darmspiegelung liegt der nüchterne Patient in der Seitenlage. Während der Spiegelung wird der Darm mit Luft gefüllt. Diese Prozedur ist etwas unangenehm, verbessert jedoch die Sicht. Die Koloskopie dauert etwa 10 bis 30 Minuten und ist in der Regel nicht schmerzhaft.
Komplikationen
Die Darmspiegelung ist eine Routineuntersuchung, Komplikationen sind die Ausnahme. In seltenen Fällen kann es zu Gewebeverletzungen kommen. Auch Blutungen nach operativen Eingriffen sind möglich. Und manchmal reagieren Patienten überempfindlich auf die Beruhigungs- oder Betäubungsmittel.
(CI) 23.01.2006

