Diagnose
Kleines Blutbild
rote Blutkörperchen (Erythrozyten):
Die roten Blutkörperchen sind für die Sauerstoffversorgung zuständig. Zeigt die Diagnose einen Erythrozytenmangel (Anämie), bedeutet es, dass der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die Folgen sind beispielsweise Herzklopfen, Blässe und Müdigkeit.
Retikulozyten:
Sie sind die Vorstufe der roten Blutkörperchen und entstehen im Knochenmark. Die Bestimmung des Wertes (Verhältnis von Erythrozyten zu Retikulozyten) ist z. B. wichtig nach einer Knochenmarkstransplantation, um zu sehen, ob genügend rote Blutkörperchen gebildet werden. So lassen sich auch verschiedene Formen der Anämie unterscheiden.
weiße Blutkörperchen (Leukozyten):
Die weißen Blutkörperchen spielen als Abwehrzellen gegen Krankheiten eine wichtige Rolle im Immunsystem. Sie machen die Erreger unschädlich und schützen den Körper z. B. vor Entzündungen, bakteriellen Infektionen, allergischen Reaktionen und Autoimmunkrankheiten. Eine erhöhte Leukozytenanzahl kann ein Hinweis auf eine Infektion sein. Die weißen Blutkörperchen werden in 5 Gruppen unterteilt.
Blutplättchen (Thrombozyten):
Die Blutplättchen befinden sich zu einem Drittel in der Milz und werden im Knochenmark gebildet. Sie erkennen eine Blutung und leiten die Blutgerinnung ein. An der verletzten Haut kleben sie aneinander und verhindern, dass weiterhin Blut austritt. Allerdings versagt diese Mechanismus, wenn z. B. eine Schlagader verletzt wird. Ist keine Blutung erkennbar, kann ein erhöhter Wert auf eine Infektion oder Entzündung hinweisen.
Hämoglobin:
Das Hämoglobin ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen und gibt ihnen die rote Farbe. Es bindet den eingeatmeten Sauerstoff aus den Lungen und transportiert das Kohlendioxid auf dem Rückweg wieder ab. In den Lungen wird das Kohlendioxid wieder abgegeben und ausgeatmet.
Hämatokrit:
Das Hämatokrit gibt den Anteil der Zellen im Gesamtblut wieder. Anhand des Wertes kann das Verhältnis von festen zu flüssigen Blutbestandteilen gemessen werden. Je höher der Hämatokritwert ist, desto "zäher" ist das Blut und der Blutfluss.
Außerdem können noch bestimmt werden: Methämaglobin (chemische Variante des Hämaglobins), MCH und HbE (Färbekoeffizient und mittlerer korpuskulärer Hämoglobingehalt), MCHC, MCV und RDW (Zustand der roten Blutkörperchen).
(CI) 13.02.2005

