Diagnose
Biopsie (Gewebeprobe)
Einsatzgebiete
- bei Verdacht auf bösartige Veränderungen
- bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen, z. B. Herzmuskel- oder Leberentzündung
- Bestimmung der Aggressivität von Krebszellen
- OP-Vorbereitung
- Therapieverlaufskontrolle
Die Untersuchung
Eine Biopsie wird nicht aufs Geratewohl durchgeführt. Sie kommt zum Einsatz, wenn andere Diagnosemöglichkeiten nicht möglich sind oder aufgrund von Untersuchungen ein begründeter Krankheitsverdacht vorliegt.
Eine Gewebeprobe wird häufig im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung durchgeführt, wie z. B. einer Darmspiegelung. Am Endoskop können chirurgische Instrumente zur Gewebeentnahme angebracht werden.
Wird die Biopsie als eigenständiger Eingriff durchgeführt, geschieht dies meist im Krankenhaus. Das Gewebe kann dabei herausgeschnitten, -gestanzt oder -gesaugt werden. Häufig wird der betroffene Bereich örtlich betäubt. Bei Biopsien von Organen (z. B. Leber) wird dem Patienten ein Sandsack auf die Punktionsstelle gelegt, um Nachblutungen zu verhindern. Anschließend müssen ein paar Stunden Bettruhe eingehalten werden.
Komplikationen
Biopsien sind heute Routine. Dennoch handelt sich dabei um einen chirurgischen Eingriff, der mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Mögliche Komplikationen sind Blutungen, Infektionen sowie Verletzungen von Gefäßen oder Organen.
(CI) 22.02.2006

