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Diagnose

Bakterien- und Pilzkultur

Bakterien und Pilze lauern überall. Die Erreger können bereits in unserem Körper leben (z B. im Darm), oder sie dringen von außen ein. Wird der Organismus mit diesen Störenfrieden nicht mehr fertig, kommt es zu einer Infektionskrankheit. Bei vielen Infektionen ist es wichtig, den auslösenden Erreger zu ermitteln. Nur dann ist eine effektive Behandlung möglich.

Ein wichtiges Identifikationsmittel sind Bakterien- bzw. Pilzkulturen. Für das Anlegen einer Kultur benötigt man eine Gewebeprobe, die in der Regel durch einen Abstrich gewonnen wird. Das Gewebe wird in einem Labor zusammen mit einer Nährlösung in einer Schale angesetzt. Den Keimen müssen ideale Vermehrungsbedingungen geboten werden, damit sie sich auch außerhalb des Körpers vermehren. Dafür sorgt die nährstoffreiche Substanz und eventuell eine konstante Wärmebestrahlung.

Bakterien- und Pilzkultur

Mikroskopie

Abhängig vom Erregertyp ist die Kultur nach wenigen Stunden, nach ein paar Tagen oder manchmal erst nach Wochen so angewachsen, damit sie mikroskopisch untersucht werden kann. Von der Kultur wird etwas auf ein Glasplättchen (Objektträger) gestrichen und unter das Mikroskop gelegt. Einige Erreger lassen sich so bereits erkennen, z. B. bestimmte Pilze oder Parasiten. Doch nicht immer ist die Erregerbestimmung so unkompliziert.

So lassen sich einige Bakterienarten nur identifizieren, wenn sie zuvor eingefärbt wurden (Gramfärbung). Abhängig davon, wie die Keime auf die Einfärbung reagieren, unterscheidet man gramnegative oder grampositive Bakterien. Gramnegative Bakterien sind z. B. Salmonellen oder Meningokokken, grampositive sind unter anderem Streptokokken oder Staphylokokken. Diese Differenzierung ist für die Behandlung entscheidend, da die Bakterientypen auch unterschiedlich auf Antibiotika reagieren.

(CI) 14.03.2006

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