Gesundheit
Schnellere Wundheilung bei sportlichen Senioren
Erst mal Sportverbot für Studienteilnehmer
Sport ist gesund - für jung und alt. Das ist nichts Neues, doch dass Fitness auch die Wundheilung ankurbelt, ist schon eine kleine Überraschung. Eine Erkenntnis, die wir dem Psychologen Prof. Charles Emery und seinem Team von der Universität Ohio zu verdanken haben. An seiner Studie nahmen 28 gesunde Personen, im Alter zwischen 55 und 77 Jahren teil. Wichtig: Alle Teilnehmer lebten zuvor über sechs Monate sportabstinent.
Dreimal die Woche reicht
Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: In der ersten mussten die Probanden ran - dreimal die Woche Sport über einen Zeitraum von drei Monaten. Das Programm war dem Alter angemessen, leichtes Ausdauertraining wie z. B. Fahrradfahren, etwas Krafttraining und Stretching. Die zweite Gruppe musste „faul“ bleiben. Die Mitglieder durften ihre Lebensgewohnheiten während der Studie nicht verändern. Allen Teilnehmern wurde schließlich eine kleinere Hautverletzung am Oberarm zugefügt. Die Wunden wurden dreimal in der Woche fotografiert, um den Heilungsprozess zu dokumentieren. Das Ergebnis: Bei der Sportlergruppe verheilte die Wunde nach etwa 29 Tagen. Bei den Nicht-Sportlern dauerte der Heilungsprozess zehn Tage länger!
Heilendes Hormon
Anscheinend wird bei körperlich aktiven Menschen vermehrt das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Diese körpereigene Substanz ist stark entzündungshemmend. Weiterer Pluspunkt der schnellen Heilung: Je eher sich ein Wunde schließt, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Das ist gerade für ältere und damit auch infektanfälligere Menschen ein wichtiger Aspekt.
(CI) 20.04.2006

