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Verstopfung: So kommt Bewegung in den Darm

Unsere Verdauung ist sensibel. Eine ungesunde Lebensführung mag der Darm überhaupt nicht - dann wird er träge. Die Folge: Obstipation, besser bekannt als Verstopfung. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos und schnell behandelbar.

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Wie oft ist normal?

Jeder Mensch hat einen eigenen Stuhlgang-Rhythmus. Der eine geht dreimal täglich, der andere nur dreimal wöchentlich. Von Verstopfung spricht man, wenn sich die Stuhlgang-Frequenz auffällig verringert. Dabei ist der Stuhl sehr hart und muss regelrecht rausgepresst werden, manchmal sogar unter Schmerzen.

Ganz schön träge

Verstopfung kann viele Ursachen haben. Die Kombination aus ballaststoffarmer Ernährung, Flüssigkeits- und Bewegungsmangel ist fast schon ein Garant für Darmprobleme. Weitere mögliche Auslöser sind: Darm- und Stoffwechselkrankheiten, Abführmittelmissbrauch, Medikamente (z. B. bestimmte Schmerzmittel), Ernährungsumstellung (z. B. auf Reisen) und Schwangerschaft.

Verstopfung: So kommt Bewegung in den Darm

Das bringt den Darm auf Trab

Essen: Ballaststoff- und faserreiche Lebensmittel sorgen nicht nur für mehr, sondern auch für weicheren Stuhl. Essen Sie daher öfter mal Kleie und Leinsamen. Natürlich gehört auch viel Obst und Gemüse auf den Tisch. Besonders Pflaumen und Feigen eignen sich bei Verstopfung. Weichen Sie das Obst über Nacht in etwas Wasser ein. Obstbrei und Sud dürfen Sie dann am nächsten Morgen genießen, z. B. in einem Müsli. Süßen Sie öfter mit Milchzucker. Der wirkt nicht nur anregend auf die Verdauung, sondern stabilisiert auch die Darmflora. Rohes Sauerkraut ist ebenfalls ein altes Hausmittel bei Verstopfung. Dafür sorgen die enthaltenen Milchsäurebakterien. Nehmen Sie einen Esslöffel vor den Mahlzeiten ein.
Aber: Finger weg von Fettigem, Süßigkeiten und Weißmehlprodukten.

Trinken: Noch vor dem Frühstück sollten Sie ein Glas stilles Wasser (Zimmertemperatur) trinken, am besten mit einem Esslöffel Apfelessig. Das bringt die Darmmuskulatur in Schwung. Apropos trinken: Der Darm braucht viel Flüssigkeit. Hat er zuwenig, wird der Stuhl hart und kann nur schwer weiter transportiert werden. Sie sollten täglich mindestens zwei Liter trinken. Ideal sind Wasser, Saftschorlen oder Tees. Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, trinkt dreimal täglich zwei Esslöffel Flohsamen (Plantago ovata) in Wasser aufgelöst.

Bewegung: Treppen statt Aufzug. Fahrrad statt Auto. Treiben Sie Sport. Gönnen Sie Ihrem Bauch bzw. Ihrem Dickdarm zwischendurch mal eine Massage. Reiben Sie den Unterbauch sanft im Uhrzeigersinn. So wird die Darmbewegung gefördert.

Abführmittel: Abführende Medikamente (Laxantien) dürfen nur kurzfristig angewendet werden. Wer oft auf sie zurückgreift, verstärkt damit die Darmträgheit. Hinzu kommt die Gefahr von Folgeerkrankungen, wie z. B. Stoffwechsel- oder Herzrhythmusstörungen.

Ab zum Arzt

Bei einer länger anhaltenden Verstopfung sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch bei folgenden Begleitbeschwerden: Durchfall und Verstopfung im Wechsel, Bauchschmerzen oder -krämpfe, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schleim oder Blut im Stuhl, ungewöhnliche Stuhlfarbe sowie Schmerzen beim Stuhlgang.

Vorbeugung: Erziehen Sie Ihren Darm

Ihr Stuhlgang sollte möglichst regelmäßig sein. Sobald Sie das Gefühl haben zu müssen, gehen Sie auf Toilette. Auch in fremder Umgebung. Nehmen Sie sich dafür viel Zeit. Wer häufig seinen Stuhldrang unterdrückt, muss mit Verstopfung rechnen. Erzwingen Sie aber nichts. Pressen Sie den Stuhl nicht heraus, das kann zu Einrissen in der Analregion (Fissuren) und Hämorrhoiden führen.

Damit der Darm auch in Zukunft "spurt", sollten Sie auf eine gesunde Lebensführung achten: ballaststoffreiches Essen, viel Bewegung und wenig Stress. So bleiben Sie und Ihre Verdauung fit.

(CI) 16.02.2006

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