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Ade Sonntagskinder

Sonntagskinder werden vom Glück verwöhnt. Sagt man. Doch sonntägliche Glückskinder werden bald eine Rarität sein. Immer seltener erblicken Kinder an einem Wochenende das Licht der Welt. Ein Phänomen, dem der Biologe Prof. Alexander Lechl von der Universität Bremen nachging. Er nahm über 700 Geburten unter die Lupe, die zwischen 1988 und 2003 stattfanden. Diese Zahlen verglich der Biologe mit Daten aus den Jahren 1900 bis 1950. Das Ergebnis: Der geburtsfreudige Sonntag ist Schnee von gestern. Jetzt ist der Freitag der neue Babyboom-Tag.

Ade Sonntagskinder

Geburtenrückgang am Weekend

Der Sonntag war früher ein beliebter Geburtswochentag. In den letzten Jahren nahmen die Wochenendgeburten jedoch deutlich
ab. So sank beispielsweise im Jahr 2003 die Zahl der Sonntagsgeburten um etwa 26 Prozent, die Zahl der Samstagsgeburten um circa 23 Prozent. Heute ertönt der erste Babyschrei meist an einem Freitag.

Doch warum kommen immer weniger Kinder an einem Wochenende zur Welt? Der Wissenschaftler vermutet, dass dieses Phänomen die Folge von eingeleiteten Geburten und Kaiserschnitten sei. Die Zahl der spontanen Geburten geht offensichtlich immer weiter zurück. Anscheinend ist das Gebären an Samstagen oder Sonntagen einfach zu teuer. Lässt man die Kinder am Freitag zu Welt kommen, spart man die Wochenendzuschläge für medizinisches Personal.

Quelle: IU Bremen

(CI) 13.03.2006

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